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Mitbegründerin der Björn-Steiger-Stiftung gestorben

03.03.2022, 11:14 Uhr

Foto: Björn-Steiger-Stiftung

Ute Steigers Erbe soll zur Weiterentwicklung der Notfallhilfe fortgeführt werden


Die Mitbegründerin der Björn-Steiger-Stiftung Ute Steiger ist am 28. Februar 2022 im Alter von 88 Jahren gestorben. Wie die Stiftung mitteilt, sei sie in der Nacht von Sonntag auf Montag in ihrem Zuhause in Winnenden friedlich eingeschlafen. Mit Dankbarkeit und großem Respekt blicke man auf die Lebensleistung einer engagierten Person zurück, die ein hohes Ansehen genossen habe. Für ihr Engagement erfuhr die Stiftungsgründerin sowohl national als auch international Anerkennung und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

Am 7. Juli 1969 gründete Ute Steiger gemeinsam mit ihrem Mann Siegfried die Björn-Steiger-Stiftung mit dem Ziel, das damals unzulängliche deutsche Rettungswesen zu verbessern. Anlass hierfür war der Tod ihres 9-jährigen Sohnes Björn bei einem Autounfall, da der Krankenwagen viel zu spät eintraf. Zu den Verdiensten von Steiger zählen u.a. der Aufbau der Notruftelefone an Bundes- und Landstraßen 1971, der Aufbau der Luftrettung und die Gründung der DRF-Luftrettung im Jahre 1972, die bundesweite Einführung der Notrufnummern 110/112 im Jahr 1973, die Entwicklung und Finanzierung des Babynotarztwagens 1974 sowie der Kampf gegen den Herztod durch die Verbreitung von Laiendefibrillatoren seit 2001. Sie war darüber hinaus an zahlreichen weiteren Stiftungsprojekten beteiligt.

Das Ehepaar Steiger übte zudem immer wieder Druck auf die Politik aus, brachte Verbesserungsideen vor und setzte neben Spenden auch eigene finanzielle Mittel ein. Zugleich geht der erste gesamtdeutsche Luftrettungseinsatz zwischen der Bundesrepublik und der DDR sowie der Aufbau der Luftrettung in Luxemburg und in weiteren Staaten auf die Steigers zurück. Die Björn-Steiger-Stiftung möchte das Erbe ihrer Gründerin fortführen und die Notfallhilfe stetig verbessern.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2022
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