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„MSC Flaminia“ wirft weiter Fragen auf

28.08.2012, 09:33 Uhr

Foto: Marine nationale

Kosten- und Umweltfragen nicht geklärt

Die Havarie des deutschen Containerschiffs „MSC Flaminia“ wird vermutlich hohe Kosten für Bund und Länder verursachen. Das berichtet die Tageszeitung „Die Welt“, die ein internes Schreiben an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer zitiert. Unterdessen will sich ein Expertenteam des Havariekommandos heute einen Überblick über die Schäden an Bord des Frachters verschaffen. Die Bergungs- und Gefahrgutspezialisten benötigen nach eigenen Angaben ein großes Zeitfenster „mit gutem Wetter, um Proben zu nehmen und umfangreiche Messungen“ durchführen zu können. Bisher sehen die Wetterprognosen gut aus, sodass die Fachleute voraussichtlich heute an Bord gehen können.

Zu den Kosten äußerte sich das Havariekommando nur indirekt. Man versuche, eine „Garantieerklärung vom Eigner oder der Versicherung einzuholen.“ Jedoch werde in dem internen Schreiben eines Abteilungsleiters an Ramsauer explizit darauf hingewiesen, dass die „Abwicklung der komplexen Schadenslage mit nicht unerheblichen Kosten für Bund und Länder verbunden“ sei. Anrainerstaaten waren nicht bereit gewesen, der „Flaminia“ einen Nothafen zur Verfügung zu stellen. Nun soll der Havarist zunächst auf die Tiefwasserreede vor Helgoland und schließlich in den neuen Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven geschleppt werden. Neben der Kostenfrage blieb auch die Frage nach möglichen Risiken für das Wattenmeer bislang ungeklärt.

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