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Nachbarschaftshilfe bei Großfeuer in den Niederlanden

03.08.2007, 15:29 Uhr

Foto: Hans Beukema

DGzRS zehn Stunden im Einsatz

Bei einem Großbrand im niederländischen Eemshaven nahe Groningen leistete der Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP von der Station Borkum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Dienstag, 31. Juli 2007, aktive Löschhilfe. Sechs große Lagerhallen brannten im Hafen, dunkle Rauchschwaden lagen über dem Industriegebiet an der Nordseeküste. Die Seenotretter trugen mit ihrer leistungsfähigen Feuerlöschanlage maßgeblich zur Eindämmung der Flammen bei.

Um 5.30 Uhr wurde das Feuer in einem sechsteiligen Hallenkomplex im Hafengebiet des niederländischen Eemshaven bemerkt. Nachdem es der dortigen Feuerwehr zunächst nicht gelang, die Flammen unter Kontrolle zu bringen, wurde gegen 10.20 Uhr um Unterstützung durch die Borkumer Seenotretter gebeten. Sofort nach ihrem Eintreffen um 11.16 Uhr übernahm die Besatzung der ALFRIED KRUPP die Brandbekämpfung von der Seeseite aus. Zur optimalen Positionierung des Seenotkreuzers am Einsatzort hatten Schlepper zuvor einen Schwimmponton im Hafen platziert.

Die ALFRIED KRUPP verfügt über eine besonders leistungsfähige Feuerlöschtechnik und stellte in dieser Situation ein optimales Einsatzmittel dar. Die Seenotretter waren in der Lage, mit den beiden Löschmonitoren bis zu 33.000 Liter Wasser pro Minute über eine Distanz von über 100 Metern in die Flammen zu werfen. Immer wieder mussten angrenzende Gebäude gekühlt werden, um ein Übergreifen des Brandes zu verhindern.

Die Löscharbeiten durch die ALFRIED KRUPP und die niederländischen Feuerwehrkräfte dauerten bis zum frühen Abend an. Alle sechs Lagerhallen sind bis auf das Fundament niedergebrannt. In der Schlussphase des Einsatzes mussten einzelne Brandnester bekämpft werden, um ein Entflammen der auf einem angrenzenden Grundstück gelagerten Textilballen zu verhindern. Gegen 19.00 Uhr wurde der Seenotkreuzer von der Einsatzleitung entlassen.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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