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Neue Entgeltgruppe für Notfallsanitäter

21.04.2016, 11:24 Uhr

Foto: K. von Frieling

Eingruppierung oberhalb EG 8

Am 28. und 29. April 2016 findet in Potsdam die dritte Tarifrunde für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen statt und damit werden auch die Entgeltordnungen für Feuerwehr, Rettungsdienst und Leitstellen verhandelt. Die Arbeitgeber haben bisher eine Lohnsteigerung von 1,0% zum 1. Juni 2016 und 2,0% ab 1. Juni 2017 vorgeschlagen. Die Gewerkschaft Ver.di bezeichnet das Angebot als inakzeptabel und ruft die Beschäftigten des Bundes und der kommunalen Arbeitgeber daher zu Warnstreiks auf. Die Forderung: 6% mehr Gehalt.

Auf ein paar Punkte konnten sich die Tarifparteien nach Angaben der Ver.di-Bundesfachgruppe Feuerwehr aber bereits einigen. Ob sie realisiert werden, hängt allerdings vom zu vereinbarenden Gesamtpaket ab. So wurde eine neue Entgeltgruppe P 8 (oberhalb der EG 8, für die eine mindestens dreijährige Ausbildung vorausgesetzt wird) eingeführt, der auch Notfallsanitäter zugeordnet werden sollen. Für diese Entgeltgruppe ist der Wegfall der Stufe 1 vereinbart, allerdings steigt die Stufenlaufzeit in der Stufe 2 von zwei auf drei Jahre. Disponenten in Leitstellen mit der nach Landesrecht jeweils geforderten Qualifikation und entsprechender Tätigkeit werden künftig der Entgeltgruppe 9a zugeordnet. Für die Umsetzung der Entgeltordnung ist laut Ver.di vereinbart worden, dass Herabgruppierungen ausgeschlossen sind. Allerdings solle die stufengleiche Höhergruppierung ohne Mitnahme der Stufenlaufzeit erfolgen. Weitere Informationen zum Bereich Rettungsdienst und Leitstellen soll es in der nächsten Woche geben.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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