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Neuer Intensivtransportwagen startet am Standort Ulm

07.05.2008, 10:13 Uhr

Seit dem 2. Mai 2008 hat am Standort Ulm der neue Intensivtransportwagen (ITW) seinen Dienst aufgenommen. Dieser wird gemeinsam vom DRK und dem ASB betrieben. Das Universitätsklinikum Ulm sowie das Bundeswehrkrankenhaus stellen die Notärzte. Das Spezialfahrzeug ist Teil eines baden-württembergischen Modellprojektes, das zunächst auf vier Jahre angesetzt ist. Insgesamt werden im Land vier Intensivtransportwagen an den Standorten Ulm, Stuttgart (siehe unsere Meldung hier), Mannheim und Freiburg im Einsatz sein.

Der neue Intensivtransportwagen schließt die Behandlungslücke zwischen zwei Intensivstationen, denn die Zahl der Intensivtransporte wird künftig weiter zunehmen. Durch die aktuelle Entwicklung im Krankenhaussektor, die klar auf die Errichtung großer Schwerpunktzentren und die Spezialisierung von Krankenhäusern ausgerichtet ist, werden zahlreiche kleinere Kliniken, insbesondere im ländlichen Raum, geschlossen. Die Einführung des neuen ITW-Systems verfolgt dabei mehrere Ziele. Zum einen sollen die Transporte von Intensivpatienten auf einem hohen medizinischen Niveau erfolgen. Zum anderen wird der reguläre Rettungsdienst entlastet – Notärzte und Rettungswagen müssen nicht mehr für diese so genannten Interhospitaltransporte eingesetzt werden und stehen damit verstärkt für die Notfallrettung zur Verfügung. Bisher wurden viele dieser Transporte mit dem Rettungshubschrauber durchgeführt.

Auf dem rund 240.000 Euro teuren Intensivtransportwagen werden je zwei Rettungsassistenten und ein Notarzt eingesetzt. Gelenkt und überwacht werden die Einsätze durch die Zentrale Koordinierungsstelle (ZKS) von DRK und Deutscher Rettungsflugwacht (DRF) in Baden-Baden. Das Spezialfahrzeug steht den Kliniken dabei zwischen 8.00 Uhr und 20.00 Uhr zur Verfügung.

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