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Neues Heim für „Christoph 15“ in Straubing

21.07.2014, 08:42 Uhr

Foto: ADAC

Luftrettungszentrum nach 3 Jahren Bauzeit fertig

Knapp 37 Jahre nach seinem Erstflug erhält „Christoph 15“ der ADAC Luftrettung ein neues Heim: Nach 20-monatiger Bauzeit ist in 25 Metern Höhe auf dem Dach des St.-Elisabeth-Klinikums ein komplett neues Luftrettungszentrum entstanden, von dem der Rettungshubschrauber künftig zu Einsätzen im Großraum Straubing, Landshut und Regensburg abhebt. „Mit der Dachkonstruktion geht der Luftrettungsstandort Straubing in eine neue Ära“, sagte ADAC Vizepräsident für Technik, Thomas Burkhardt, bei einer Feierstunde anlässlich der Eröffnung.

Der Neubau mit einer Gesamtfläche von rund 1.200 m2 besteht aus einer Hubschrauberhalle, Personal- und Ruheräumen, einer Desinfektionseinheit nach den aktuellen Standards der Notfallmedizin, Technik-, Sauerstoff- und Medikamentenlager sowie einem Büroarbeitsplatz und Einsatzwachraum. Die rund 680 m2 große, beheizbare Landeplattform bietet Platz für einen zweiten Hubschrauber und ist mit einer Betankungsanlage ausgerüstet, die über Steigleitungen gespeist wird. Ein entscheidender Schritt nach vorne ist der direkte Zugang in die Notaufnahme oder den Schockraum über einen separaten Aufzug. Vorteil für den Patienten ist die enorme Zeitersparnis sowie der deutlich schonendere Transport. Am Bodenlandeplatz musste der Patient bisher zeitaufwendig in einen Rettungswagen umgelagert und anschließend in die Notaufnahme gebracht werden. Dieser Zwischenschritt entfällt.                         

Lärmemissionen sollen durch den Dachlandeplatz auf ein Minimum reduziert werden. Weil „Christoph 15“ in 25 Metern Höhe abhebt und wieder aufsetzt, kann die Schallansammlung um rund ein Drittel reduziert werden. An- und Abflugrouten wurden so opitimiert, dass ein Großteil der benachbarten Häuser nicht überflogen werden muss. Baubeginn war im September 2012. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 7,5 Mio. Euro. 3 Mio. Euro investierte die ADAC Luftrettung, 4,5 Millionen Euro hat das Klinikum übernommen.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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