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Neues Info-Mobil Rettungsdienst des ZRF Saar vorgestellt

22.06.2017, 13:20 Uhr

Fotos: ZRF Saar

„RUDI“ informiert über Erste Hilfe und Co.

Am 14. Juni 2017 wurde auf dem historischen Marktplatz der Kreisstadt St. Wendel das neue RettUngsDienst Info-Mobil der Öffentlichkeit vorgestellt. Zukünftig soll das Fahrzeug mit dem einprägsamen Spitznamen „RUDI“ im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit bei verschiedenen Veranstaltungen zur Ersten Hilfe zum Einsatz kommen und zum Besuch von Kursen motivieren. Darüber hinaus soll RUDI die korrekte Durchführung des Notrufs sowie die wichtigsten Handgriffe bei der Reanimation und die Erkennungszeichen lebensbedrohlicher Erkrankungen erklären und über die Strukturen des saarländischen Rettungsdienstes informieren. Bei RUDI handelt es sich um einen ehemaligen RTW, der auch Innen fast wie ein normaler Rettungswagen aussieht, allerdings ist seine Ausstattung dem Aufgabenspektrum angepasst worden und besteht aus Bildschirm, Informations- und Werbematerial sowie Info-Tafeln, Pavillons und Reanimationsphantomen.

Ausgehend von der Tatsache, dass der Erfolg des Rettungsdiensteinsatzes entscheidend vom Funktionieren der Rettungskette, d.h. von der adäquaten Reaktion, dem richtigen Handeln und Helfen der Bevölkerung abhängt, wurde der Fokus auf die Information der Bevölkerung gelegt, um frühe Zeichen lebensbedrohlicher Erkrankungen zu erkennen und die richtigen Verhaltensweisen zu erklären. Eine entscheidende Rolle nehmen dabei die Ersthelfer, d.h. Angehörigen und Notfallzeugen, ein, durch die die Erste-Hilfe-Maßnahmen durchgeführt werden müssen. Vor diesem Hintergrund ist eine öffentlichkeitswirksame Unterstützung der Hilfsorganisationen bei der Vermittlung von Basiskenntnissen in Erster Hilfe bzw. die Motivation zum Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses ein Herzensanliegen des Rettungsdienstes. Ein korrekter Notruf über die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 gewährleistet nicht nur schnellstmögliche Hilfe, sondern verkürzt die Zeit bis zum Eintreffen professioneller Hilfe und rettet damit faktisch Menschenleben. In diesem Zusammenhang sind Kenntnisse über die Leitstelle, den Rettungsdienst und die Klinik zur Förderung von Sicherheitsbewusstsein und Eigenverantwortung außerordentlich bedeutsam.

Der ZRF Saar (Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung) stellt deutlich heraus: „Für die wichtige Aufgabe der Information, Beratung und Sensibilisierung über das richtige Verhalten in lebensbedrohlichen Notfallsituationen stehen nur wenige Werbe-Möglichkeiten zur Verfügung, die oftmals aus der Improvisationsfähigkeit der beteiligten Organisationen erwachsen. Hier soll ein Beratungs-, Lern- und Info-Mobil Rettungsdienst die Möglichkeiten bündeln und zur Verfügung stellen. Ein zentraler Ansatz, die immer noch in der Bevölkerung bestehenden Wissensdefizite und Handlungshemmnisse abzubauen, ist eine fachlich gut aufgebaute, aber auch attraktiv und interessant gestaltete Öffentlichkeitsarbeit.“ Durch die Umrüstung eines RTW wurden wesentliche Synergieeffekte erzielt: So kann einerseits das gesamte Material für die Öffentlichkeitsarbeit im Fahrzeug untergebracht und verlastet werden, andererseits können die Funktionalität und Gerätschaften eines normalen RTW nach wie vor gezeigt und demonstriert werden. In den kommenden Monaten wird RUDI in jedem Landkreis des Saarlandes Veranstaltungen begleiten, die jeweils mit Unterstützung der Beauftragten im Rettungsdienst gestaltet werden sollen. Das Projekt konnte nur dank der finanziellen und ideellen Unterstützung von Förderern und Sponsoren verwirklicht werden. Wer RUDI im „Einsatz“ erleben möchte, hat die Möglichkeit am 24. Juni beim Sport- und Erlebnistag am Bostalsee gemeinsam mit dem DRK-Kreisverband St. Wendel. (Scholl)

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