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Neues Saarländisches Rettungsdienstgesetz in der Kritik

04.10.2017, 12:52 Uhr

Foto: H. Scholl

Ver.di und Linke fordern Reduzierung der Arbeitszeiten


Die Gewerkschaft Ver.di und die saarländische Landtagsfraktion der Partei Die Linke kritisieren den Entwurf zur Novellierung des saarländischen Rettungsdienstgesetzes. Die Neuerungen sehen vor, dass die Vergabe des Rettungsdienstes zukünftig durch Ausschreibungen erfolgen soll. Eine mögliche Privatisierung werde aber kritisch gesehen, da dadurch die Arbeitsbedingungen bzw. die angespannte Situation des Rettungsdienstpersonals noch verschärft werden könnte.

So verzeichnete der Zweckverband Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung im Saarland einen Anstieg der Einsätze um 23% seit 2010, wie aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Dennis Lander hervorgeht (Drucksache 16/88 (16/5)). 2016 waren dies rund 115.000 Einsätze, dabei seien insgesamt 6.895 Überstunden und 22.196 Stunden Mehrarbeit angefallen. Die wöchentliche Arbeitszeit im saarländischen Rettungsdienst betrage oftmals 47 Stunden. Ver.di und Linke fordern deshalb eine Reduzierung der Arbeitszeiten, um das Rettungsdienstpersonal, das bereits jetzt an seine Grenzen kommt, zu entlasten. (Scholl)

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