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Notärzte immer noch gegen Notfallsanitäter

02.05.2013, 15:54 Uhr

Foto: Archiv

„Die Patientensicherheit ist gefährdet“

Nachdem Bundestag und Bundesrat das Gesetz über den Beruf des Notfallsanitäters verabschiedet haben, hat sich die Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands (BAND) e.V. am 18. April 2013 in Travemünde nochmals eine zusammenfassende Meinung gebildet. Die Mitgliederversammlung stellte fest, dass wesentliche Einwände der ärztlichen Organisationen und Körperschaften nicht beachtet wurden. Die vorgesehene heilkundliche Tätigkeit des Notfallsanitäters sei besonders deswegen zu kritisieren, „weil die zwingende Hinzuziehung eines Notarztes in entsprechenden Fällen nicht zwingend vorgesehen ist“, wie es in der Stellungnahme der BAND reichlich unscharf heißt.

Ferner ist die BAND der Meinung, dass der Rettungsdienst mit dem neuen Gesetz teurer werde, die gewünschte Rechtssicherheit für den Notfallsanitäter nicht erreicht werde, und die Finanzierung der Ausbildung nicht gesichert sei. Als letztlich „entscheidendes Argument“ gegen das Notfallsanitätergesetz fügt die BAND an: „Die Patientensicherheit ist gefährdet.“ Damit könnten auch die Schadensersatzansprüche zunehmen. Dennoch werde die BAND „das Notfallsanitätergesetz mit seinen Herausforderungen annehmen und an der Gestaltung der künftigen Ausbildung aktiv mitwirken.“

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