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Notarzteinsatzfahrzeug für Pöggstall

07.05.2004, 12:00 Uhr

Versorgungslücke geschlossen

Seit dem 1. Mai 2004 verfügt die Rotkreuz - Bezirksstelle Pöggstall in Niederösterreich über ein neues Notarzteinsatzfahrzeug (NEF). Dieses wird während der Nachtstunden zum Einsatz kommen, in denen Hilfe durch einen Notarzthubschrauber nicht möglich ist. Damit konnte eine der letzten Lücken in der Notarztversorgung Niederösterreichs geschlossen werden.

Der Präsident des Roten Kreuzes NÖ, HR Dr. Hadmar Lechner, unterstrich die vorherrschende Notwendigkeit, die notärztliche Versorgung der Region zu optimieren, denn auch heute gelänge es noch immer nicht, einige Orte der Raumes Pöggstall innerhalb des international geforderten Richtwerts von 15 bis 20 Minuten notärztlich zu versorgen. Mit der Stationierung eines NEF-Wagens in diesem Gebiet sei nun Abhilfe geschaffen und die notfallmedizinische Versorgung der gesamten Region verbessert worden. Gleichzeitig bedankte er sich beim Land NÖ für die Finanzierung des Standortes Pöggstall im Rahmen des niederösterreichischen Landesrettungsdienstgesetzes.

Das NEF ist ein speziell adaptiertes Fahrzeug, das den Notarzt und medizinische Geräte schnellstmöglich zum Einsatzort bringt. Das NEF fährt im Rendezvoussystem mit dem nächststehenden Rettungswagen. Das NEF-Team wird von den Sanitätern des Rettungswagens am Notfallort unterstützt. Ist Notarztbegleitung notwendig, so wechselt das NEF-Team in den Rettungswagen, während ein Sanitäter mit dem NEF nachfolgt. Wenn der Zustand des Patienten es zulässt, kann das NEF-Team bei einem weitern Einsatz abgezogen werden und ist nicht bis zur Ankunft im Krankenhaus gebunden. Das NEF-System ist daher wesentlich mobiler und schneller wieder einsatzbereit.

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