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Notfalltag Leverkusen 2010

02.12.2010, 17:11 Uhr

Fotos: T. Kreutz

Ein voller Erfolg

Der traditionell im Herbst stattfindende Notfalltag in Leverkusen hat sich zu einer regional bedeutsamen Veranstaltung zum Thema Notfallmedizin etabliert. Etwa 250 Teilnehmer besuchten die Veranstaltung am 21. November 2010. Eingeladen hatte der Verein zur Förderung des Rettungsdienstes e.V. Leverkusen zusammen mit der Berufsfeuerwehr Leverkusen in die Räumlichkeiten des Bayer Kommunikationszentrums „BayKomm“. Das Programm bot eine ausgewogene Zusammenstellung von Themen mit medizinischem und mit organisatorischem Schwerpunkt. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Marco Monnig vom ADAC, der mit dem Titel „Alles Gute kommt von oben – Grenzen und Möglichkeiten der Luftrettung“ einen eindrucksvollen Einblick in die Arbeit der fliegenden Retter ermöglichte. Er erklärte, wann Hubschrauber eine sinnvolle Ergänzung zum bodengebundenen Rettungsdienst sein können. Er zeigte aber auch, wann und vor allem warum ihr Einsatz manchmal schwierig ist sie auch manchmal überhaupt nicht fliegen können. Im Anschluss fasste Privatdozent Dr. Peter Teschendorf von der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin am Universitätsklinikum Köln die vor kurzem vom ERC veröffentlichten neuen Empfehlungen zur Reanimation zusammen und gab äußerst interessante Einblicke in die aktuelle Studienlage – Titel des Vortrages „Schon wieder alles anders – was bringen die neuen Reanimationsleitlinien 2010?“.

Nach einer Pause gab Dr. Andreas Cordes von der Augenklinik der städtischen Kliniken in Köln einen sehr instruktiven und reich bebilderten Überblick über Verletzungen und akute Erkrankungen des Auges. Obwohl er darstellte, dass viele akute Augenerkrankungen und Verletzungen keiner rettungsdienstlichen Versorgung bedürfen, vermittelte er sämtliche notfallmedizinisch relevanten Aspekte in eindrucksvoller Weise.  Abschließend beleuchtete der Direktor der Berufsfeuerwehr Köln, Stephan Neuhoff, die unterschiedlichsten Facetten des Einsatzes an der Einsturzstelle des Kölner Historischen Stadtarchivs. Er gab eine Übersicht über einsatztaktische und technische Details und betonte ausdrücklich, dass der reibungslose Ablauf dieses Einsatzes von der ausgezeichneten Zusammenarbeit im städtischen Krisenstab geprägt war und noch immer ist. Alles in allem gelang es erneut, beim Notfalltag in Leverkusen Ärztinnen und Ärzte sowie nichtärztliche Mitarbeiter zu einer gemeinsamen Fortbildung zusammenzubringen und zu gemeinsamer Diskussion anzuregen. Die von Jahr zu Jahr zunehmende Teilnehmerzahl, zufriedene Gesichter sowie die Ankündigung vieler, im kommenden Jahr wieder kommen zu wollen, zeigen, dass dieses Fortbildungskonzept offensichtlich gerne angenommen wird. 

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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