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NRW-Gesundheitsministerin stellt Aktionsplan Hygiene vor

26.01.2011, 13:59 Uhr

Foto: R. Schnelle

„Gemeinsam den Schutz vor Krankheitserregern verbessern“

Die Gesundheitsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Barbara Steffens, hat heute in Düsseldorf den von der Landesregierung beschlossenen „Aktionsplan Hygiene“ vorgestellt. Mit ihm soll der Schutz der Menschen vor Krankheitserregern verbessert und der Kampf gegen eine weitere Ausbreitung resistenter Keime nachhaltig verstärkt werden. „Der Aktionsplan Hygiene soll schrittweise mit allen Beteiligten des Gesundheitswesens umgesetzt werden“, kündigte Ministerin Steffens an. „Durch mehr Aufklärung der Bevölkerung, mehr Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitswesen und eine bessere Zusammenarbeit von Einrichtungen sowohl der ambulanten und stationären Versorgung, als auch von Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern wollen wir die Infektionsgefahr deutlich verringern.“

Bei der Krankenhaushygiene und der Infektionsprävention nehme Nordrhein-Westfalen mit der bereits 1989 erlassenen Krankenhaushygiene-Verordnung, die zuletzt 2010 aktualisiert wurde, eine Vorreiterrolle ein, so Steffens weiter. „Die besten Gesetze und Vorschriften nützen allerdings wenig, wenn im Alltag einfachste Hygieneregeln missachtet werden“, sagte die Ministerin. Aufgrund der erkannten Defizite – wie z.B. Vernachlässigung oftmals grundlegender Hygienemaßnahmen (Händewaschen) des Personals in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, aber auch der Bevölkerung insgesamt – werden entsprechende Maßnahmen im Aktionsplan Hygiene angestrebt.

Die Landesregierung will für dieses Jahr zur Umsetzung des Aktionsplans Hygiene eine Million Euro bereit stellen. Zudem sollen in der Landesgesundheitskonferenz NRW (LGK), in der alle Verantwortlichen des Gesundheitswesens versammelt sind, gemeinsam mit allen Mitgliedern selbstverpflichtende Strategien und Handlungsempfehlungen entwickelt werden, die auf den unterschiedlichen Ebenen des Gesundheits- und Sozialwesens zu einer verbesserten Prävention von Infektionen mit resistenten Keimen führen.

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