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Oberbergischer Kreis ruft Trauma-Konsensus ins Leben

21.01.2008, 09:02 Uhr

Unterzeichnung des „Oberbergischen Trauma-Konsensus“ (Foto: OBK)

Damit Rettungsdienst, Notärzte und das Team von Pflegepersonal und Medizinern im Krankenhaus Trauma-Patienten künftig nach abgestimmten Qualitätskriterien behandeln, wurde in der vergangenen Woche der „Oberbergische Trauma-Konsensus“ unterzeichnet. Dafür hat der Kreis als Träger des Rettungsdienstes mit allen fünf Krankenhäusern im Kreisgebiet, die Patienten nach einem Unfall versorgen können, sowie dem Rettungsdienst Qualitätskriterien festgelegt, die sich am Weißbuch „Schwerverletztenversorgung“ der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie orientieren. Damit sei verbindlich geregelt, wie die Patientenversorgung am Unfallort, an der Schnittstelle zwischen Rettungsdienst und Krankenhaus sowie in der Klinik abzulaufen habe. An den verpflichtenden Fortbildungen zur Versorgung von Trauma-Patienten nehmen sowohl die 90 Notärzte im Kreis als auch die 140 Rettungsassistenten teil.

Neben der Absprache von Qualitätsstandards regelt der Konsens auch die Zuständigkeit der Krankenhäuser. Für das Kreiskrankenhaus Gummersbach als regionales Trauma-Zentrum hat die Kooperationsvereinbarung zu Folge, dass nun schwer Verletzte primär dorthin transportiert werden. Nach der Behanldung dort werden die Patienten sobald wie möglich in ein heimatnahes Krankenhaus verlegt. Für den Fall, dass in Gummersbach die Kapazitäten erschöpft sind oder ein Verletzungsmuster dort nicht behandelt werden kann, wird in Zusammenarbeit mit dem überregionalen Trauma-Zentrum in Köln-Merheim dort ein Platz für den Patienten gesucht.

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