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Patienten sollen qualifizierte Ersteinschätzung am Telefon erhalten

06.09.2017, 11:14 Uhr

Foto: K. von Frieling

KBV stellt neues Konzept für die Notfallversorgung vor


Das Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (aQua) hat im Auftrag des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung (Zi) ein Konzept für die Notfallversorgung erstellt, mit dem Patienten gezielter in die für sie geeignete Versorgungsform gelangen. Der Versicherte sollte laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) bereits am Telefon eine Erstberatung bekommen, welcher Dienst für ihn der geeignete ist. Um den Bereitschaftsdienst rund um die Uhr anbieten zu können, bedürfe es allerdings einer gesetzlichen Grundlage. So könne man sicherstellen, dass die 116117 und die Bereitschaftspraxen zu jeder Zeit für Patienten erreichbar sind, damit sie nicht mehr ohne eine Ersteinschätzung ins Krankenhaus gehen müssen, heißt es dazu in der Pressemitteilung der KBV.

Patienten, die von sich aus in die Notaufnahme kommen, sollen ebenfalls mit dem standardisierten Ersteinschätzungsverfahren beurteilt werden. Dazu empfiehlt die KBV einen „gemeinsamen Empfangstresen beider Einrichtungen“. Leichter Erkrankte würden dann direkt in die ambulante Versorgung geleitet. Bestehende Ersteinschätzungsverfahren müssten dafür allerdings noch weiterentwickelt und evaluiert werden. Die KBV-Chef sei bereit, diese Maßnahmen in Kooperation mit den Krankenhäusern und den Rettungsleitstellen umzusetzen.

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