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Petition fordert 2.000 Euro Bußgeld für Nichtbeachten der Rettungsgasse

03.08.2016, 10:28 Uhr

Einsatzkräfte sollen Fehlverhalten mit Kamera dokumentieren

Fabian Beck ist Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr in Hessen und hat eine Petition gestartet, in der er höhere Strafen für Autofahrer fordert, die bei einem Einsatz der Polizei, des Rettungsdienstes, der Feuerwehr, des THW und der Abschleppdienste keine Rettungsgasse bilden. Die Geldbuße solle von bisher 20 Euro auf 2.000 Euro angehoben werden. Zudem fordert Beck eine verstärkte Aufklärung im Radio und im Fernsehen über die Bedeutung der Rettungsgasse sowie die Erlaubnis für Einsatzkräfte, das Nichtbeachten der Rettungsgasse durch Autofahrer zur Beweissicherung mit einer Kamera zu dokumentieren.

Er habe die Petition gestartet, so Beck, „da ich mich selbst immer wieder in Staus über die Ignoranz und über die Dickköpfigkeit vieler Autofahrer ärgere.“ In der Debatte zur Petition zeigt sich, dass die Forderungen nicht unumstritten sind. Von „zu kurz gedacht“ über „blanker Unsinn“ bis hin zu „unverhältnismäßiger Eingriff in Persönlichkeitsrechte“ reichen die Contra-Kommentare. In den Pro-Kommentaren heißt es hingegen z.B. „Durch die Geldstrafe wird ein Anreiz geschaffen, eher Platz zu machen“ und „Ich vertrete seit längerem die Meinung, es wie auch in Österreich mit über 2.000 Euro zu bestrafen.“

Die Petition kann noch bis zum 27. Dezember 2016 hier diskutiert und unterschrieben werden.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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