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Projekt zur Telemedizin in Hessen verlängert

07.07.2022, 11:57 Uhr

Foto: S. Galle-Schäfer/Vogelsbergkreis

Überflüssige Notarzteinsätze konnten erheblich reduziert werden


Das Land Hessen hat das Projekt „Telemedizin im Rettungsdienst“ um ein weiteres Jahr verlängert. Die Landkreise Gießen, Marburg-Biedenkopf und Vogelsberg hatten das Projekt 2019 gestartet. Dabei wurden insgesamt 15 Rettungswagen mit Patientenmonitoren ausgestattet, die Vitalwerte und EKG der Patienten jederzeit live an einen Telenotarzt übermitteln können. Das Projekt sei etabliert worden, um Rettungskräfte zu unterstützen und Notfallpatienten noch besser und rascher zu versorgen, erklärt der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes, Dr. Erich Wranze-Bielefeld. Dabei betonte er, dass die wichtigsten Ziele erreicht wurden: Die Anzahl der überflüssigen Notarzteinsätze sei erheblich reduziert worden, ohne dabei die Versorgungsqualität negativ zu beeinflussen. Außerdem hätten viele Patienten deutlich früher eine adäquate medikamentöse Therapie erhalten, z.B. mit Schmerzmitteln oder „blutverdünnenden“ Medikamenten.

Das Projekt war bis Juni dieses Jahres ausgelegt, d.h. die Förderung durch das Sozialministerium und die Krankenkassen lief Ende Juni aus. Die Landesregierung hat sich jedoch dazu entschieden, weiterhin Telemedizin im Rettungsdienst in Hessen zur Verfügung zu stellen. Den drei Landkreisen wurde nun die Genehmigung erteilt, die Telenotfallmedizin zunächst bis zum 30. Juni 2023 fortzuführen. Laut Dr. Wranze-Bielefeld hätten auch die Krankenkassen zugesagt, dass Projekt für ein weiteres Jahr zu finanzieren. Zukünftig soll es in Hessen ein einheitliches Telenotfallmedizin-System geben. Die Entscheidung darüber, welches System eingesetzt werden soll, ist jedoch noch nicht gefallen.

Nähere Informationen finden Sie unter www.vogelsbergkreis.de.

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