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Projektstart zur Entlastung von Notfallstrukturen im Main-Taunus-Kreis

10.05.2022, 11:41 Uhr

Foto: B. Zurek

Perspektivische Ausweitung auf Hessen möglich


In dem Pilotprojekt SaN (Sektorenübergreifende ambulante Notfallversorgung) werden mehrere Abfrage- und Meldesysteme und -wege miteinander verbunden und somit die Datenübertragung und -weitergabe vereinfacht. Ziel von SaN, das gestern im Main-Taunus-Kreis (Hessen) startete, sei es, die Strukturen der Notfallversorgung und insbesondere die Notaufnahmen von Kliniken zu entlasten, erklärt Landrat Michael Cyriax. Der Rettungsdienst habe mit dem Projekt die Möglichkeit, Patienten „rechtssicher an die niedergelassenen Ärzte zu übergeben“, so Cyriax. Die Patienten würden wiederum durch die einmalige Eingabe ihrer Daten entlastet, die auf dem Weg der Behandlung etwa zwischen Notfallsanitätern, Ärzten und Krankenhäusern weitergeleitet würden. Dies gelte nicht nur für die Patienten, die durch den Rettungsdienst transportiert würden, sondern auch für diejenigen, die sich selbst in die Zentrale Notaufnahme begäben und dann bei Bedarf auf ambulante Praxen verwiesen würden. Tagsüber würden Patienten an Partnerpraxen weitergeleitet, außerhalb der Sprechstundenzeiten an die Zentralen des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes der Krankenhäuser, ergänzt der Landrat.

Entwickelt wurde SaN vom Land Hessen u.a. in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung, kommunalen Spitzenverbänden und Vertretern von Ärzten und Rettungsdiensten. Neben dem Main-Taunus-Kreis wirkten daran auch der Main-Kinzig-Kreis und der Kreis Gießen mit, die ebenfalls Pilotregionen sind. Das SaN-Projekt ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Nach Angaben des Landes könne das Modell perspektivisch auf Hessen oder ggf. auch bundesweit ausgeweitet werden.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2022
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