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Promedica mit neuem Haustarifvertrag

05.03.2013, 11:33 Uhr

Foto: Promedica

Lohnerhöhungen in drei Schritten

Der Promedica-Haustarifvertrag wird weiterentwickelt. Die Unternehmensgruppe hat sich mit Ver.di nach mehreren Verhandlungsrunden auf ein neues Eingruppierungssystem rückwirkend ab dem 1. Januar 2013 geeinigt. Es ist angelehnt an der aktuellen Entgeltordnung des DRK-Reformtarifvertrags. Auf Grundlage der neuen Eingruppierung werden die Tabellengehälter der dem Tarifwerk unterliegenden Mitarbeiter der Unternehmensgruppe in drei Schritten erhöht. Der erste Schritt wird rückwirkend zum 1. Januar vollzogen, die weiteren zum 1. April 2014 und zum 1. Januar 2015 umgesetzt. Um mögliche Fehlinterpretationen und Gerichtsverfahren zu vermeiden, wird eine paritätisch besetzte Clearingstelle eingerichtet, die zunächst bei Unklarheiten zwischen Mitarbeitern und Unternehmen oder Auslegungsfragen im Zusammenhang mit dem Tarifvertrag berät und möglichst einvernehmlich entscheidet.

Beide Tarifparteien sind der Überzeugung, dass ein Tarifvertrag der Verantwortung und den Leistungen der Mitarbeiter der Unternehmensgruppe gerecht werden soll. Promedica bewertet die Umsetzung für das Unternehmen im Wettbewerb als „sehr anspruchsvoll“. Beide Seiten betonen jedoch, dass sie in der Vereinbarung aber auch einen wichtigen Hinweis an andere Leistungserbringer im deutschen Rettungsdienst sehen. Sie wünschen sich, damit einen Beitrag dafür geleistet zu haben, dass zumindest die Personalkosten künftig kein Maßstab für eine kostengünstige Rettungsdienstleistung darstellen und insoweit auch kein zentrales Kriterium in Auswahlverfahren mehr sein sollten.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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