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Reallohnverlust beim Rettungsdienst in Oberhavel

13.07.2012, 23:00 Uhr

Foto: K. von Frieling

Einigung beim Tarif scheitert am Entgelt

Weil über die Entgeltfrage keine Einigung erzielt werden konnte, ist die 6. Verhandlungsrunde über den Tarifvertrag für die Rettungsdienst Oberhavel GmbH in Oranienburg ergebnislos zu Ende gegangen. Die Gewerkschaftsvertreter von Komba und DBB Tarifunion teilten mit, ihre „positiven Erwartungen“ seien durch ein Arbeitgeberangebot enttäuscht worden, das zwar eine Lohnsteigerung ab dem 1. September 2012 vorsieht und bis 2014 schrittweise weitere Steigerungen sowie eine Einmalzahlung von 500 Euro in Aussicht stellt, zugleich aber wichtige Kernforderungen unberücksichtigt lasse. Eine dieser Kernforderungen ist z.B. die dynamische Anbindung an die Gehaltsentwicklung im Öffentlichen Dienst, also die möglichst weitgehende Annäherung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bei den Gehältern. Torsten Draber, Betriebsratsvorsitzender der Rettungsdienst Oberhavel GmbH, begründete diese Forderung mit den Worten: „Unsere Leute müssen seit 2005, als unser alter Arbeitgeber aus der Tarifbindung ausgetreten ist, einen Reallohnverlust hinnehmen.“ 2005 war der Rettungsdienst im Bereich Oberhavel aus dem Klinikum ausgegliedert und in eine GmbH umgewandelt worden, wo der bis dahin gültige Tarifvertrag nicht mehr nachwirkte. Dieser Umstand machte Neuverhandlungen notwendig. Beim aktuellen Angebot der Arbeitgeberseite soll nun weiterhin ein Abstand von 4 bis 5% zum TVöD bestehen. Die Gewerkschaftsseite verlangt zudem höhere Eingruppierungen für Rettungsassistenten und Rettungssanitäter. (POG)

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