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Reanimationsleitlinien sollen in der Praxis überprüft werden

03.03.2011, 13:49 Uhr

Foto: 144 Notruf NÖ

Studie zur einfacheren Anleitung der Wiederbelebung

Eine europaweit einmalige Studie soll Teile der derzeit international gültigen Reanimationsleitlinien überprüfen. Die Universitätsklinik für Notfallmedizin in Wien und 144 Notruf NÖ wollen in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Roten Kreuz untersuchen, wie sich unterschiedlich schwierig formulierte Anweisungen am Notruf auf die Effizienz der Herzdruckmassage auswirken. In einer am Donnerstag in der Blutspendezentrale des ÖRK in Wien mit freiwilligen Blutspendern durchgeführten Studie wurden 24 Probanden gebeten, eine telefonisch angeleitete Wiederbelebungssituation zu durchlaufen. Die unterschiedlichen Formulierungen der Telefonanleitung werden nach dem Zufallsprinzip zugeteilt, um einen fairen Vergleich zwischen den Gruppen zu ermöglichen. Sowohl im Vorfeld als auch während der ersten Hilfe und danach wurden verschiedene wissenschaftliche und medizinische Untersuchungen an den Probanden vorgenommen und die Effektivität der Wiederbelebung an einer Übungspuppe gemessen. Die Ergebnisse werden im nächsten halben Jahr ausgewertet, analysiert und anschließend veröffentlicht.

„Eine der Prämissen unserer Organisation sind die telefonischen Anleitungen zu Sofortmaßnahmen schon am Notruf. Diese erhöhen nachweislich das Outcome und die Überlebenswahrscheinlichkeit“, erklärt 144-Notruf-NÖ-Geschäftsführer Ing. Christof Constantin Chwojka. Daneben beteiligen sich Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schreiber und Univ.-Prof. Dr. Harald Herkner von der Universitätsklinik für Notfallmedizin in Wien an der wissenschaftlichen Partnerschaft.

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