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Region Hannover benötigt mehr Rettungswagen

11.10.2016, 12:04 Uhr

Rettungswachenbereiche wurden neu bemessen

Wie aus einer öffentlichen Beschlussdrucksache zur Fortschreibung des Bedarfsplans Rettungsdienst ab dem 1. Januar 2017 hervorgeht, werden in der Region Hannover zukünftig 54 Rettungsmittel benötigt und damit 5 mehr als bisher (Nr. 3381 (III) BDs). Dabei handelt es sich um 6 NEF, 37 RTW (zuvor 29), 3 MZF (zuvor 6) und 8 KTW. 18 Reservefahrzeuge (16 MZF und 2 NEF) unterstützen die Regelvorhaltung. Dieser Bedarf wurde aus einer Erfassung des tatsächlichen Einsatzaufkommens in der Zeit vom 1. Juni 2015 bis zum 31. Mai 2016 abgeleitet. Dabei wurde festgestellt, dass die gesetzlich vorgegebene Eintreffzeit von 15 Minuten in der Notfallrettung in 95% der Fälle mit 94,99% leicht unterschritten wurde. Für die Rettungswachenbereiche, in denen die Eintreffzeit in der Notfallrettung in nur unter 95% der Fälle eingehalten wurde, erfolgte daraufhin eine Neubemessung des Bedarfs an Notfallrettungsmitteln. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass jeweils zwei benachbarte Rettungswachenbereiche separat – und nicht wie zuvor gemeinsam – zu bemessen seien, da nicht beide Bereiche von beiden Rettungswachenstandorten aus innerhalb der gesetzlichen Vorgabe von 15 Minuten erreicht werden können. So seien in den Rettungswachenbereichen Neustadt, Mandelsloh, Burgdorf und Uetze mehr Rettungsmittelstunden erforderlich als vorher für die jeweiligen Gesamtbereiche bemessen. Das Einsatzaufkommen im qualifizierten Krankentransport sei annähernd gleich geblieben.

Die Beschlussdrucksache wird am 18. Oktober 2016 dem Ausschuss für Feuerschutz, Rettungswesen und allgemeine Ordnungsangelegenheiten sowie am 25. Oktober 2016 dem Regionsausschuss vorgelegt. „Die Kostenträger sind in Art und Umfang des Überprüfungs- und Fortschreibungsverfahrens frühzeitig eingebunden worden, so dass die Akzeptanz der Kostenträger durch eine detaillierte und schrittweise Darstellung sehr hoch ist“, heißt es in dem Papier.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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