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Rekommunalisierung durch die Hintertür?

22.11.2010, 10:48 Uhr

Foto: Archiv

Landkreis Diepholz will zwei neue Rettungswachen selbst errichten und betreiben

Im Landkreis Diepholz soll die kreiseigene Arbeits- und Qualifizierungsgesellschaft „AQua“, die eigentlich zum Jahresende aufgelöst werden sollte, mit eigenem Personal sowohl den Bau als auch den Betrieb der neuen Rettungswachen in Bruchhausen-Vilsen sowie Drentwede übernehmen. Mit diesem Vorschlag, der am morgigen Dienstag in einer öffentlichen Sitzung im Fachausschuss für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit zur Diskussion gestellt werden soll, will der Landkreis bei der Errichtung der Wachen nicht nur möglichst schnell handeln, sondern auch eine Ausschreibung umgehen.

Ein Rechtsgutachter, den der Landkreis mit der Prüfung der Sachlage beauftragt hat, sieht in dem Vorschlag das Risiko, dass andere Anbieter dagegen klagen und jahrelange Rechtsstreitigkeiten folgen könnten. Genau deshalb erwägt der Landkreis, künftig 18 neue Mitarbeiter über die „AQua“ als Personal in den Rettungswachen Drentwede und Bruchhausen-Vilsen zu beschäftigen. Andreas Callies, der direkt für den Landkreis tätige Ärztliche Leiter Rettungsdienst, soll die Qualität gewährleisten. Zudem soll laut Sitzungsvorlage eine enge Kooperation mit dem derzeitigen Rettungsdienst-Betreiber, dem DRK, angestrebt werden.

Update: Am Dienstag haben alle Fraktionen im Fachausschuss für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit des Kreises Diepholz für den Vorschlag der Verwaltung gestimmt, die Arbeits- und Qualifizierungsgesellschaft „AQua“ zur neuen gemeinnützigen Rettungsdienst GmbH umzugestalten. Sie wird damit zur Arbeitgeberin für 18 Mitarbeiter in den Rettungswachen Drentwede und Bruchhausen-Vilsen. Mehr dazu in der Syker Kreiszeitung.

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