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Rekommunalisierung in Heinsberg?

25.08.2010, 12:14 Uhr

Foto: Archiv

Landrat will „Alternative zu herkömmlichen Ausschreibungsverfahren“

Der Landrat des Kreises Heinsberg hat erstmals eine Rekommunalisierung des Rettungsdienstes in seinem Bereich ins Gespräch gebracht. Gegenüber der „Rheinischen Post“ kündigte der Politiker an, eine Alternative zu den herkömmlichen Ausschreibungsverfahren entwickeln und dem Kreistag vorstellen zu wollen. Derzeit muss der Rettungsdienst in Heinsberg alle fünf Jahre neu ausgeschrieben werden. 2007 hatte dies dazu geführt, dass das DRK nach drei Jahrzehnten keinen Zuschlag mehr bekam, nachdem Johanniter und Malteser ein Angebot abgegeben hatten, das 8,5 Millionen Euro unter dem des DRK lag (RETTUNGSDIENST berichtete mehrfach).

Landrat Stephan Pusch sieht nun in solchen Entwicklungen eine langfristige Gefahr. So müssten z.B. die Rettungsorganisationen bevorzugt Berufsanfänger einstellen, um damit die Personalkosten niedrig zu halten und noch günstigere Angebote abgeben zu können: „Da könnte die Qualität nach unten gehen. Und wie soll ich die Leute für den Rettungsdienst motivieren, wenn sie wissen, dass sie mit zunehmender Berufserfahrung aus Kostengründen mehr und mehr aufs Abstellgleis geschoben werden?“ Nun setze man deshalb auf die Idee, einen Eigenbetrieb zu gründen und die Hilfsorganisationen unter Federführung des Kreises mit einzubeziehen. Auch die Ehrenamtlichen sollten „mit ins Boot geholt werden“. (POG)

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