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Retten, Löschen, Bergen und Schützen und Beleuchten

19.10.2009, 10:22 Uhr

Foto: H. Scholl

Jahreshauptübung in Neunkirchen

Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr der Kreisstadt Neunkirchen wurde ein Brand in der Reitanlage des Reitervereins Neunkirchen e.V. angenommen. Unter dem Einsatzstichwort „Brandalarm: Starke Rauchentwicklung Reithalle“ wurde der örtliche Löschbezirk des Neunkirchener Stadtteils Furpach alarmiert, der mit einem TLF 16/25 und einem LF 8/6 anrückte. Infolge einer Rauchgasdurchzündung und einer nicht geschlossenen Brandschutztür kam es unmittelbar nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte zur einer schnellen Ausdehnung des Brandes. Bereits bei der Lageerkundung wurde deutlich, dass zusätzliche Kräfte in größerem Umfang erforderlich waren. Neben zusätzlichem Sirenenalarm wurde Vollalarm für die Gesamtstadt Neunkirchen ausgelöst. Nach und nach rückten weitere sechs von insgesamt acht Löschbezirken (LBZ) nach. Von besonderer Bedeutung war parallel zur Menschenrettung und der Brandbekämpfung (Innen- und Außenangriff) die Wasserversorgung aus einem Weiher über lange Wegstrecke sowie der großräumige Löscheinsatz.

 

Auf Grund des Großeinsatzes wurde die Technische Einsatzleitung (TEL) mit dem ELW des Landkreises Neunkirchen und dem Schnelleinsatzzelt angefordert und ging in unmittelbarer Nähe zum Brandobjekt in Stellung, wo die Führung der Kräfte und die Lagedarstellung erfolgte. Von besonderer Bedeutung bei dieser Übung war die Annahme, dass sich der Großbrand gegen 20.00 Uhr ereignete und somit einen Einsatz bei Dunkelheit erforderlich machte, weshalb auch die Fachgruppe Beleuchtung des THW-Ortsverbandes Neunkirchen angefordert wurde, um den gesamten, weiträumigen Einsatzraum auszuleuchten. Die Kooperation zwischen Feuerwehr und THW funktionierte reibungslos, sodass in kürzester Zeit die Scheinwerfer und Powermoons für ausreichend Licht sorgten. Die hervorragend organisierte und durchgeführte Jahreshauptübung berücksichtigte auch etwaige Realeinsätze, wozu ein LBZ im Gerätehaus in Bereitstellung blieb und an der Einsatzstelle ein Bereitstellungsraum für einsatzbereite Fahrzeuge eingerichtet wurde. Für einen Stadtteil übernahmen zwei Löschbezirke der Nachbarstadt Ottweiler den Brandschutz für die Zeit der Übung.

 

Das 112-MAGAZIN wird in einer der kommenden Ausgaben über die äußerst interessante Jahreshauptübung in der zweitgrößten Stadt des Saarlandes berichten. (Scholl)

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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