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Rettung eines schwer verletzten Offshore-Windpark-Arbeiters

28.04.2014, 12:08 Uhr

Das Errichterschiff „JB 117“ übergibt mit seinem Kran einen schwer verletzten Offshore-Windpark-Arbeiter an den Seenotkreuzer „Alfried Krupp“ der DGzRS (Foto: DGzRS)

Wetterbedingungen ließen Einsatz eines Rettungshubschraubers nicht zu

In der Nacht auf Sonntag hat sich ein Offshore-Arbeiter auf der Plattform „Borwin Alpha“ beim Offshore-Windpark „Bard Offshore I“ etwa 50 Seemeilen (ca. 90 km) nördlich von Borkum schwer am Fuß verletzt. Aufgrund von Gewittern und schlechter Sicht auf See war der Einsatz eines Hubschraubers unmöglich. Nach Alarmierung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) nahm der Seenotkreuzer „Alfried Krupp“ deshalb eine freiwillige Seenotärztin aus Borkum an Bord und verließ gegen 2.40 Uhr den Schutzhafen der Insel Borkum. Unmittelbar nach Eintreffen gegen 6.00 Uhr übergab das Errichterschiff „JB 117“ mit Hilfe seines Krans den 43-jährigen Arbeiter bei inzwischen guten Wind- und Seegangsverhältnissen an die „Alfried Krupp“. Vor Ort war ebenfalls das Zollschiff „Helgoland“, das sich aufgrund seines erheblichen Tiefgangs aber nicht weit genug nähern konnte, da die „JB 117“ mehrere Anker ausgebracht hatte.

Auf dem Weg ins niederländische Eemshaven stabilisierte sich an Bord des Seenotkreuzers der Zustand des Verletzten, sodass die „Alfried Krupp“ noch einmal auf Borkum anlegen konnte, um einen weiteren Einsatz zu übernehmen: Eine schwangere Frau musste dringend ans Festland gebracht werden. Die Seenotretter übernahmen auch ihren Transport und erreichten mit beiden Patienten gegen 10.00 Uhr sicher Eemshaven.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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