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Rettungsassistenten-Affäre: Rotes Kreuz entschuldigt sich

18.08.2014, 13:49 Uhr

Foto: LMA Deutschland GmbH

Mehr Mitarbeiterbeteiligung soll Zusammenarbeit verbessern

Nach einem Bericht der „Windsheimer Zeitung“ in Nordbayern hat sich der Vorsitzende des Kreisverbandes des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Helmut Reiß bei den zwei vor Jahresfrist gekündigten Rettungsassistenten (wir berichteten hier) der BRK-Bereitschaft Scheinfeld entschuldigt. Ihnen gegenüber waren Kündigungen ausgesprochen worden – die mittlerweile zurückgenommen wurden –, weil sie durch die „vollzogene bzw. vorbereitete Gabe eines Medikaments gegen die Richtlinien des Kreisverbandes verstoßen“ haben sollen. Die Rettungsassistenten hatten Epileptikern mit schweren Krampfanfällen das Medikament Midazolam verabreicht.

Innerhalb des BRK-Kreisverbandes solle dem Artikel in der „Windsheimer Zeitung“ zufolge zudem ein Gremium gebildet werden, das sich „vor allem um die Aus-, Fort- und Weiterbildung des Personals kümmert und entsprechende Richtlinien festlegt.“ Nach WZ-Informationen waren aufgrund der „Rettungsassistenten-Affäre“ drei Ausbilder zurückgetreten, nachdem die Ausbildungsqualität infrage gestellt worden war. Nun sollten „anonyme Befragungen durchgeführt und alle Mitarbeiter stärker als bisher in Entscheidungsprozesse eingebunden werden“, um die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Geschäftsführung zu verbessern. Ferner sollten laut einer Erklärung des BRK-Verbandes, den die „Windsheimer Zeitung“ zitiert, „die Bezirks- und Landesebene“ aufgefordert werden, „bezüglich der Notfalleinsätze klare Richtlinien zu erarbeiten.“ Es müsse zudem „sichergestellt werden, dass ein BRK-Mitarbeiter bei korrekter Ausübung seiner Maßnahmen im Rahmen der Notkompetenz auch den Rückhalt aller dafür im BRK-Kreisverband verantwortlichen Personen bekommt“. (Windsheimer Zeitung)

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