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Rettungsdienst im Emsland benötigt zusätzliche RTW

14.12.2017, 12:32 Uhr

Foto: K. von Frieling

Neuer Bedarfsplan reagiert auf gestiegenes Einsatzaufkommen


Aufgrund gestiegener Anforderungen im Rettungsdienst und qualifizierten Krankentransport wird der Landkreis Emsland seinen Bestand an Einsatzfahrzeugen und -kräften aufstocken. So sieht es der neue Rettungsdienst-Bedarfsplan 2017 für den Landkreis vor. Die letzten Feststellungen zum Bedarfsplan wurden im Juli 2014 getroffen. Dessen Maßnahmen seien seit Juli 2015 auch umgesetzt, jedoch habe sich das operative Rettungsdienstgeschehen mittlerweile stark verändert. Die Bestellungen von Leistungen im Krankentransport seien relativ konstant geblieben seien, hingegen sei seit 2013 eine stark gestiegene Frequentierung in der Notfallrettung von nahezu 25% zu verzeichnen. Die Einhaltungsvorgabe der Hilfsfrist von 15 Minuten werde im Landkreis daher aktuell nur zu 92,63% erfüllt.

Der Bedarfsplan sieht einen personellen Mehraufwand von insgesamt 40.606 Personalstunden vor. In der Notfallrettung erhöhe sich dieser um 26.280 Stunden auf 376.680 und im Krankentransport um 14.326 auf 60.382. Notwendig würden dadurch im Rettungsdienst 14 zusätzliche Vollzeitstellen als Notfallsanitäter, Rettungsassistent oder Rettungssanitäter und im Krankentransport 9 zusätzliche Stellen als Rettungssanitäter oder Sanitätshelfer. Nach vorläufigen Berechnungen würden die Kosten für den Rettungsdienst 2018 von 17.300.000 Euro auf rund 19.720.000 Euro steigen. Der Landkreis wird drei zusätzliche RTW an den Standorten Papenburg, Meppen und Lingen in Betrieb nehmen, die jeweils täglich von 7 – 19 Uhr besetzt sein sollen.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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