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Rettungsdienst in Bremen ist schneller geworden

20.04.2007, 21:17 Uhr

Foto: K. Smit

95% aller hilfsfristrelevanten Einsätze in 11 Minuten

Die staatliche und städtische Deputation für Inneres in Bremen hat als Ergebnis ihrer gestrigen Sitzung bekannt gegeben, dass sich die Hilfsfrist in der Stadtgemeinde Bremen „wie schon im Vorjahr abermals verbessert“ habe. Rettungswagen seien in Notfällen schneller am Unfallort als noch vor zwei Jahren; im Durchschnitt in etwa sechs Minuten, meistens sogar früher.

 

Entscheidend für die Qualitätsbeurteilung sei jedoch das von Bremen selbst gesteckte Schutzziel „P95“, das nun bei ca. 11 Minuten liege, d.h. 95% aller hilfsfristrelevanten Einsätze können innerhalb einer Frist von maximal etwa 11 Minuten bedient werden. Innerhalb einer Höchstfrist von 10 Minuten werden 90% aller Einsätze abgearbeitet. Damit habe sich die Hilfsfrist allein im ersten Quartal 2007 um nahezu zwei Minuten verbessert.

 

Diese Ergebnisse würden zeigen, dass sich die Umstellung des Rettungsdienstsystems von der Mehrzweckfahrzeugstrategie auf ein differenziertes Verbundsystem – Trennung von Notfallrettung und Krankentransport – bewährt habe. Um nun endgültig die gesetzliche Hilfsfrist von 10 Minuten zu erreichen, seien weitere Maßnahmen zu ergreifen, wie etwa die Indienstnahme eines weiteren Notarzteinsatzfahrzeuges. Außerdem erfolgt der reine qualifizierte Krankentransport ab dem 1. Juli 2007 ausschließlich über private Krankentransportunternehmen, während sich der Rettungsdienst der Stadtgemeinde Bremen auf die Notversorgung konzentriert.

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