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Rettungsdienst ist miserabel organisiert

17.11.2014, 10:26 Uhr

Fotos: DRK-Landesverband Hessen

14. Rettungsdienstsymposium in Hohenroda

Beim 14. Rettungsdienstsymposium in Hohenroda stand selbstverständlich auch die Umsetzung des Notfallsanitätergesetzes auf dem Programm. Manfred Stein, Landesleiter Rettungsdienst in Hessen, eröffnete die Podiumsdiskussion vor den 500 Teilnehmern mit den Worten: „Das Gesetz ist einfach noch nicht ausgereift, viele Punkte sind nicht zu Ende gedacht.“ Ministerialrat Wilhelm Schier schloss sich der Kritik an: „Manchmal geht es in der Politik hoppla hopp. Und wenn man es in der Politik zu schnell macht, dann hat man Probleme. Jetzt müssen wir das Beste daraus machen.“ Heiko Hartmann, Betriebsleiter des Rettungsdienstes Mittelhessen, kritisierte, dass Mitarbeiter, die schon seit 20 Jahren in der Praxis arbeiten, keine zusätzlichen Kompetenzen erhalten und auch die Gehaltsfrage noch nicht geklärt sei. „Was ist das für eine Wertschätzung für alle, die seit Jahren da draußen eine gute Arbeit machen?“

Darauf entgegnete Ver.di-Vertreter Norman Kalteyer: „Wir sind miserabel organisiert, insofern können wir da nicht viel machen.“ Diese Statement führte nicht nur zu heftigen Lachern im Publikum, sondern auch zu ernsten Reaktionen. Hartmann: „Ich bin enttäuscht von der Gewerkschaft. Man hört und sieht nichts: Wir haben als Arbeitgeber dieselben Interessen wie Sie, Herr Kalteyer. Ich will doch meinem Auszubildenden sagen können, was er am Ende seiner Ausbildung verdient.“ Resigniert antwortete der Vertreter von Ver.di: „Wir sind einfach nicht handlungsfähig. Wir könnten nicht einmal streiken. Wir haben zu wenige Mitglieder.“

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