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Rettungsdienstliche Praxis und Perspektiven

02.03.2009, 08:57 Uhr

Foto: H. Scholl

Notfallmedizinisches Symposium in Mainz

Am Samstag veranstalteten die Klinik für Anästhesiologie der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und das Bildungsinstitut des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz ein notfallmedizinisches Symposium zu aktuellen und repräsentativen Themen aus Notfallmedizin und Rettungsdienst. Das Symposium fand in Kooperation mit den Ärztlichen Leitern Rettungsdienst und den Hilfsorganisationen ASB, DLRG, DRK, JUH und MHD im Hörsaal des Chirurgie-Gebäudes am Notfallmedizinischen Zentrum Mainz statt. In den drei Schwerpunkten „Einsätze im Rettungsdienst – nicht immer ein medizinisches Problem“, Qualitätsmanagement und Perspektiven des Rettungsdienstes wurden zentrale Fragen in den Fokus gerückt.

 

Im ersten Themenblock referierte Ralf Tries, Oberstaatsanwalt und RETTUNGSDIENST-Redaktionsmitglied, über Mitfahrverweigerung und Zwangseinweisung, Prof. Dr. Trabert über den verwahrlosten Patienten sowie Ministerialrat Dr. jur. Jürgen Faltin (Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen des Landes Rheinland-Pfalz) zusammen mit Ralf Tries über Opioide in der Hand von Rettungsassistenten. Der zweite Themenkomplex war dem Qualitätsmanagement gewidmet. Dr. Guido Scherer sprach über die Strukturqualität und einheitliche Fortbildung, Herr Kuhn beleuchtete die Prozessqualität mit SOPs und die Ergebnisqualität durch Auswertung der Rettungseinsätze anhand von Leitstellendaten wurde von Dr. med. Thomas Luiz erläutert. Im dritten und letzten Themenkomplex wurden die Perspektiven des Rettungsdienstes näher unter die Lupe genommen. Unter dem Titel „CPR: Was bringt die Zukunft“ fokussierte Dr. Stephan Prückner die Reanimation, während Dr. Michael Windirsch über die präklinische Sonographie und PD Dr. Matthias David über die nicht-invasive Beatmung referierten. In einem Ausblick fasste Dr. med. Holger Buggenhagen die zukünftigen Maßnahmen zusammen, die aus drei gemeinsam von der Veranstaltern formulierten Thesen bestehen: Novellierung des RettAssG auf drei Jahre Ausbildungszeit, adäquate Analgesie für alle Patienten mit Schmerzen und lebenslanges Lernen auf allen Ebenen, u.a. auch durch Veranstaltungen, wie die am vergangenen Samstag.

 

RETTUNGSDIENST wird in der April-Ausgabe ausführlich über das Symposium Notfallmedizin berichten. (Scholl)

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