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Rettungsgasse auch auf der Wiesn ein Problem

24.09.2018, 15:33 Uhr

Fotos: Aicher Ambulanz Union

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Aicher Ambulanz Union informiert über Einsatzgeschehen auf dem Oktoberfest


Die Aicher Ambulanz Union informiert mit dem „Aicher-Wiesn-Snack“ die Medien tagesaktuell über das Einsatzgeschehen beim diesjährigen Oktoberfest in München. So wurden nach einem ruhigen Beginn am ersten Wiesn-Tag insgesamt 469 Patienten von den Ärzten und Sanitätern betreut, davon 241 direkt in der Oktoberfest-Wiesn-Wache. 183 konnten diese anschließend auch selbstständig wieder verlassen. 148-mal rückten Tragestaffeln auf dem Festgelände zu Erstversorgungen aus. 48 Patienten wurden durch KTW in Münchner Kliniken verlegt, 22 durch RTW, hierbei war bei zwei Patienten ein begleitender Notarzt notwendig. 10-mal wurden Patienten mit lebensgefährlichen Zuständen wie Bewusstseinstrübungen, Herz-Kreislauf-Problemen oder Atembeschwerden behandelt. Vor allem Schnittwunden an den Händen und Füßen traten besonders häufig auf: 53 Schnittwunden wurden mit chirurgischen Wundnähten versorgt.

Am ersten Wiesn-Sonntag stieg die Zahl der zu behandelnden Patienten auf insgesamt 483 an. 242 Patienten wurden in der Aicher-Wiesn-Wache versorgt, 30 wiederum mit KTW in Münchner Kliniken verlegt und 16 mit RTW. Diesmal war aber nur einmal ein begleitender Notarzt notwendig. Die Einsatzkräfte behandelten sieben Patienten mit lebensgefährlichen Zuständen.

Das Bilden einer Rettungsgasse ist laut Aicher auch auf der Wiesn ein Problem. So sei es für die Tragestaffeln eine große Herausforderung, sich einen Weg durch die Menge zu bahnen und sie müssten dafür häufig Trillerpfeifen benutzen. Auch mit Aggressionen werden die Einsatzkräfte konfrontiert. So wurde eine Mitarbeiterin der Wiesn-Wache von einem Besucher am Arm gepackt, anschließend versuchte er, sie zu schlagen. Die Aicher-Mitarbeiterin konnte sich aber aus dem Griff befreien und den Schlag abwehren.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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