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Rettungszentrum für THW und Freiwillige Feuerwehr

15.10.2009, 15:43 Uhr

Bild: Stadt Mannheim

Neubau in Mannheim

Die Freiwillige Feuerwehr und das Technische Hilfswerk ziehen in Mannheim an einen gemeinsamen Standort: Mit dem „Rettungszentrum Friedrichsfeld“ am Saarburger Ring 57-59 wird ein speziell nach den Bedürfnissen der beiden Hilfsorganisationen geplantes Gebäude entstehen. Mannheims Erster Bürgermeister und Dezernent für Feuerwehr und Katastrophenschutz, Christian Specht, lobte auch auf die räumliche Nähe zur Johanniter-Unfall-Hilfe und zur Lilli-Gräber-Halle. Diese spare nicht nur Kosten, sondern helfe, die Stärken der drei Hilfsorganisationen besser zu kombinieren. Bei eventuellen Großschadensereignissen mit vielen Verletzten ist z.B. vorgesehen, die Lilli-Gräber-Halle gemeinsam für die Erstversorgung zu nutzen. Dabei trägt die gute Verkehrsanbindung über die A656 dazu bei, den Einzugsbereich für die neue Einrichtung zu vergrößern.

 

Das jetzt vorgestellte Rettungszentrum löst die Raumnöte aller Beteiligten: Die Abteilung Friedrichsfeld der Freiwilligen Feuerwehr war bereits seit 2002 auf der Suche nach einer größeren Fahrzeughalle als sie neue Löschfahrzeuge erhielt, für die der Platz in der alten Garage nicht mehr ausreichte. Auch das THW wollte schon länger seine Geschäftsstelle und den Ortsverband besser unterbringen. Auch die Anbindung an den öffentlichen Personen-Nahverkehr sei am neuen Standort optimal – ein wichtiges Argument für Mitarbeiter und Jugendarbeit der beiden Rettungsorganisationen.

 

Der Geschäftsführer der Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft GBG, Wolfgang Bielmeier, erläuterte das Kooperationsmodell: „Die GBG wird das neue Rettungszentrum im Rahmen einer Public-Private-Partnership für die Freiwillige Feuerwehr und das Technische Hilfswerk bauen und es fest an die beiden Institutionen vermieten. Dazu wird die Stadt Mannheim für ein passendes Grundstück am Saarburger Ring zugunsten der GBG ein Erbbaurecht bestellen. So können wir schnell neue Räumlichkeiten zu günstigen Konditionen bereitstellen.“ Das Konzept des Rettungszentrums weist sowohl der Freiwilligen Feuerwehr als auch dem THW eigene Räumlichkeiten in dem neuen Gebäude zu, sieht aber auch gemeinsam genutzte Flächen vor, z.B. Parkplätze, das Treppenhaus mit barrierefreiem Fahrstuhl oder den Fahrzeugwaschplatz im Hof. Das neuartige Bau- und Finanzierungsmodell wurde von der für das THW-Gebäude zuständigen THW-Bundesleitung (Bonn) und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) genehmigt.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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