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Rotes Kreuz Innsbruck startet Frauenoffensive im Rettungsdienst

29.11.2021, 10:20 Uhr

Foto: Rotes Kreuz Innsbruck

Förderprojekt bei Tiroler Versicherung eingereicht


Beim Roten Kreuz Innsbruck beträgt der Frauenanteil der hauptberuflichen Angestellten im Rettungs- und Krankentransport aktuell lediglich knapp über 10%. Um dies zu ändern, wurde jetzt das neue Projekt „Frauen im Rettungsdienst“ aufgesetzt und bei der Initiative „FrauTiroler“ eingereicht. Diese Initiative der Tiroler Versicherung fördert nachhaltige Projekte, die Frauen in der Chancengleichheit unterstützt. Die erhoffte Förderung soll in eine sozialwissenschaftliche Bachelorarbeit investiert werden, die als Grundlage künftiger Maßnahmen dient. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann dafür noch bis zum 31. Dezember 2021 online abstimmen.

Das Thema „Frauen im Rettungsdienst“ wird auch im Rotkreuz-Museum, das sich gerade im Aufbau befindet, angesprochen. 1934 veranlasste die damalige Vizepräsidentin des Landesvereins, Ottilie Stainer, die Ausbildung erster Sanitäterinnen (noch unter der Bezeichnung „Samariterinnen“). Während des Zweiten Weltkriegs wurden Frauen erstmals in den rettungsdienstlichen Fahrdienst aufgenommen, allerdings nur ersatzweise. Erst 1988 wurden sie den männlichen Transportführern gleichgestellt. Im Jahr 1991 absolvierte die erste Frau eine Einsatzfahrerausbildung, und seit 2000 dürfen Frauen regulär im Rettungsdienst des Roten Kreuz Innsbruck hauptberuflich tätig sein. 2019 wurde schließlich die erste Frau Dienstführerin. Der Anteil der Frauen bei den Ehrenamtlichen im Rettungs- und Krankentransport beträgt inzwischen 42%, beim Sanitätsdienst im Rahmen des Freiwilligen Sozialjahrs machen sie sogar 63% aus.

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