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RUD-Übungsszenario „Flugzeugabsturz“

30.10.2012, 09:04 Uhr

Fotos: T. Trütgen

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Sicherheitsübung am Köln-Bonner Flughafen

Ein mit 45 Passagieren und vier Besatzungsmitgliedern besetztes Flugzeug der „Air XY“ hat um 10.45 Uhr aus unbekannten Gründen den Landeanflugkorridor auf die kleine Start- und Landebahn verlassen und streift aufgrund der niedrigen Flughöhe auf dem Flughafengelände ein Wirtschaftsgebäude nahe der Tanklager. Das Flugzeug stürzt auf eine Grünfläche und zerbricht in mehrere Teile. Flugzeugwrack und Wirtschaftsgebäude stehen in Brand. Umherfliegende Trümmerteile landen auf der neben der Unglücksstelle verlaufenden Straße und verursachen schwere Verkehrsunfälle. So das Übungsszenario vergangenen Samstag am Köln-Bonner Flughafen.

Die Internationale Zivil-Luftfahrtorganisation (ICAO) schreibt Verkehrsflughäfen vor, alle zwei Jahre solche Sicherheitsübungen durchzuführen. Übungsziel war die Erprobung der Zusammenarbeit interner und externer Einsatzkräfte. Es beteiligten sich auch Rettungskräfte des angrenzenden Bundeswehrflughafens Köln-Wahn, die Berufsfeuerwehr Köln und die Bundespolizei. Rund 300 Personen, darunter 80 Komparsen, waren im Übungseinsatz. Das Team der Realistischen Unfalldarstellung (RUD) des DRK Köln bereitete 24 Verletztendarsteller vor. Hinzu kamen noch eine Vielzahl zu betreuender nicht verletzter Personen und einige Dummys.

Etwa drei Minuten nach Schadenseintritt erreichte der Flughafen-RTW zusammen mit der Flughafenfeuerwehr und einem weiteren Großtanklöschfahrzeug des benachbarten Bundeswehrfliegerhorstes die Einsatzstelle. Die hohe Anzahl der Verletzten sowie deren Sichtung und Triage waren für das ersteintreffende Rettungsteam keine leichte Aufgabe. Das Rettungsteam meisterte die Situation aber souverän. Nach rund einer halben Stunde traf rettungsdienstliche Verstärkung aus Köln ein. Welche Details und Besonderheiten bei dieser Übung noch zu beobachten waren, darüber wird in einer der nächsten Ausgaben von IM EINSATZ berichtet.

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