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Sanitätsdienstlicher Einsatz bei Sägewerkbrand

21.03.2011, 11:02 Uhr

Fotos: F. Stumpf

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Probleme mit gefrierendem Löschwasser

Am frühen Sonntagmorgen (20. März 2011) wurden die Rettungskräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz, THW und Polizei um 5.50 Uhr zu einem Sägewerksbrand nach Wickendorf in Oberfranken (Landkreis Kronach) alarmiert. Der Brand verursachte nach Angaben der Polizei einen Schaden von über einer Millionen Euro. Bei Eintreffen der ersten Kräfte stand eine Halle bereits in Vollbrand, die zweite wurde kurze Zeit später ein Raub der Flammen. Die drei Eigentümer des Sägewerks wurden vom Notarzt aufgrund eines Schocks vor Ort versorgt.

Die BRK-Bereitschaft Teuschnitz und der Rettungsdienst sicherten mit fünf Rettungswagen die Einsatzkräfte sanitätsdienstlich ab. Im weiteren Verlauf wurde eine Versorgungsstelle durch die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) Betreuung aufgebaut, die allerdings doch nicht mehr in Anspruch genommen werden musste. Die Einsatzstellenkommunikation des Roten Kreuzes zwischen der Einsatzstelle und Integrierter Leitstelle wurde aufgrund der schlechten Funkverhältnisse durch die SEG Information und Kommunikation mit ihrem Einsatzleitwagen sichergestellt. Insgesamt waren 25 Einsatzkräfte des BRK vor Ort. Zur Bekämpfung der Flammen waren über 250 Kräfte im Einsatz. Problematisch war das schnelle Gefrieren des Löschwassers auf der Straße, das zu erhöhter Unfallgefahr führte. Glücklicherweise wurde jedoch keine Einsatzkraft verletzt. Viele Kräfte konnten den Einsatz gegen 9.00 Uhr beenden. Die BRK-Bereitschaft Teuschnitz sicherte noch bei den andauernden Nachlöscharbeiten der Feuerwehr sanitätsdienstlich ab. Die Ursache des Großfeuers ist bislang unklar.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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