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Seenotkreuzer schwimmt kieloben

27.06.2008, 13:58 Uhr

Fotos: DGzRS

Wenige Schiffe werden vor ihrer Indienststellung so hart getestet wie die Einheiten der DGzRS. Erstmals ist am heutigen Freitag ein 20-m-Seenotkreuzer-Neubau einem Kenterversuch unterzogen worden. Bislang wurden Tochterboote - und Seenotrettungsboot-Typen bis zur 10,1-m-Klasse diesem harten Eignungstest ausgesetzt.

Bei diesem Versuch muss bewiesen werden, dass das Schiff eine komplette Durchkenterung („Eskimorolle“) überstehen kann. Dieses Sicherheitsprinzip ist konstruktionsbedingt allen Einheiten der Seenotretter zu eigen. Möglich gemacht wird dies zum einen durch die Tatsache, dass die Aufbauten eine größere Wasserverdrängung aufweisen als das Unterwasserschiff. Darüber hinaus wirken die aus Gewichtsverteilung und Auftrieb resultierenden Kräfte im Bereich von Rumpf und Aufbauten, die auch bei einer Überkopflage dazu führen, dass sich das Schiff sofort von selbst wieder aufrichtet.

Die Testbedingungen sind nicht mit Einsatzbedingungen zu vergleichen. Eine Ausnahmesituation auf See, bei schwerstem Wetter, würde mit sich bringen, dass dynamische Kräfte von außen wie Sturm und Wellenbewegungen das Wiederaufrichten des Seenotkreuzers bei einem tatsächlichen Unfall begünstigen würden. Der Kenterversuch bei Stillwasser/Stauwasser, also der Ruheperiode des Flusses zwischen Flut und Ebbe, ist also eher als ungünstige Voraussetzung anzusehen.

Der Test ist bestanden, wenn sich das kieloben im Wasser liegende Schiff in einer vorgegebenen Zeit - wenige Sekunden - von selbst wieder aufrichtet, wie diese Bilderserie anschaulich darstellt.

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