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Seenotretter im Einsatz für erkranktes Kleinkind und Inselarzt

24.01.2008, 16:12 Uhr

Foto: DGzRS

Zwei nicht alltägliche Krankentransporte absolvierten die Rettungsmänner der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am gestrigen Mittwoch in der Nordsee. Und auch in der Ostsee wurden die Seenotretter zum Einsatz gerufen: Vor der Insel Hiddensee musste ein Bäderschiff mit Maschinenausfall eingeschleppt werden.

Die Alarmierung für die Besatzung der „Neuharlingersiel“ erfolgte an der Station Neuharlingersiel um 16.05 Uhr: Auf der ostfriesischen Insel Spiekeroog ist ein Kleinkind erkrankt und muss sofort zur weiteren medizinischen Versorgung auf das Festland gebracht werden. Die Besatzung der „Neuharlingersiel“ lief sofort aus, übernahm auf Spiekeroog den ein Jahr alten Jungen sowie dessen Mutter und übergab beide in Neuharlingersiel an den schon bereitstehenden KTW. Um 17.00 Uhr war der Einsatz abgeschlossen.

Für die Besatzung des Seenotkreuzers „Vormann Steffens“ der Station Hooksiel fand die Nachtruhe um 2.50 Uhr am heutigen Donnerstag ein jähes Ende. Der Inselarzt von Wangerooge war erkrankt und benötigte dringend medizinische Hilfe auf dem Festland. In Begleitung eines Notarztes wurde der Mediziner von den Seenotrettern nach Hooksiel gebracht und um 8.00 Uhr an den Landrettungsdienst übergeben.

Das Bäderschiff „Alte Fähre“ meldete um 17.55 Uhr den Ausfall seiner Maschine und bat die Seenotretter um Hilfe. Mit 14 Personen an Bord trieb es manövrierunfähig im Bodden zwischen der Insel Hiddensee und der Westküste Rügens. Sofort lief das Seenotrettungsboot „Nausikaa“ der DGzRS-Station Vitte/Hiddensee zum Havaristen aus, stellte eine Leinenverbindung her und schleppte das Schiff nach Schaprode. Um 19.40 Uhr war der Einsatz für die Seenotretter beendet.

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