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Startschuss für neues Qualifizierungsprogramm

13.12.2010, 14:53 Uhr

Foto: M. Wach

„Ärztlicher Leiter sichert hohe Qualität in Bayern“

Im Ärztehaus Bayern in München wurde heute der Startschuss für das neue Qualifizierungsprogramm der Ärztlichen Leiter im Rettungsdienst gegeben. Der bayerische Staatsminister des Innern, Joachim Herrmann, dazu: „Das Programm setzt neue Maßstäbe für eine hochkarätige medizinische wie interdisziplinäre Qualifizierung im Rettungsdienst. Der Bayerischen Landesärztekammer ist es gelungen, hierfür namhafte Dozenten zu gewinnen, die in ihren jeweiligen Fachdisziplinen die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten für die verantwortungsvolle Aufgabe eines Ärztlichen Leiters im Rettungsdienst vermitteln. Damit wird die hohe Qualität unseres Rettungsdienstes in Bayern gesichert.“

Nach einer Erprobung in mehreren Pilotregionen hat das Bayerische Rettungsdienstgesetz die Funktion des Ärztlichen Leiter Rettungsdienst (ÄLRD) in ganz Bayern eingeführt. Bestehend aus einer Arbeitsgruppe mehrerer Notärzte haben die ÄLRD die Aufgabe, die Qualität rettungsdienstlicher Leistungen zu sichern und – soweit es erforderlich ist – gemeinsam mit den im Rettungsdienst mitwirkenden Organisationen weiter zu verbessern. Die ÄLRD werden von den Zweckverbänden für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung bestellt und sind dafür zuständig, die kommunalen Aufgabenträger des Rettungsdienstes bei Entscheidungen über die rettungsdienstliche Versorgung zu beraten und fachlich zu unterstützen.

„Nach ihrer Bestellung durchlaufen die ÄLRD ein etwa zwei Jahre dauerndes Qualifizierungsprogramm, das die Bayerische Landesärztekammer gemeinsam mit namhaften Fachinstituten entwickelt hat. Das Programm setzt sich aus Lehrgängen und Seminaren mit Anwesenheitspflicht sowie teilweise elektronisch basierten Schulungen (e-learning) mit modernsten Kommunikationsmedien zusammen“, wie Dr. Max Kaplan, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer ergänzte. Diese Qualifizierungsform nimmt Rücksicht darauf, dass die Funktion des ÄLRD nebenamtlich ausgeübt wird. Die Streckung auf insgesamt zwei Jahre soll dazu beitragen, die Qualifizierungsmaßnahme mit einer hauptberuflichen Tätigkeit vereinbar zu machen und den Zugang zur Funktion des ÄLRD für möglichst viele qualifizierte Ärzte zu öffnen. Die ÄLRD können bereits parallel zur Absolvierung der Qualifizierungsmaßnahme ihren Aufgaben in den einzelnen Rettungsdienstbereichen nachkommen.

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