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Streik beim DRK-Krankentransport in Dresden

23.05.2017, 14:44 Uhr

Foto: Redaktion

Mitarbeiter fordern besseren Tarifvertrag

In Dresden (Sachsen) führen die Mitarbeiter des DRK zur Stunde einen Warnstreik durch. Der Krankentransport wird noch bis 18.00 Uhr nicht vom Roten Kreuz erbracht. Die Mitarbeiter kämpfen damit für einen besseren Tarifvertrag. Sie wollen nicht nur eine bessere Bezahlung, sondern auch mehr Urlaub und kürzere Arbeitszeiten, „wie bei anderen Anbietern auch.“ Außerdem fordern sie ein Ende der Ausschreibungen im Rettungsdienst.

Wie viele Kreisverbände ist auch die DRK Radeberg-Pulsnitz gGmbH im Jahr 2004 aus dem DRK-Tarifvertrag ausgestiegen und hat sich der Gewerkschaft DHV angeschlossen, einer Gewerkschaft im Christlichen Gewerkschaftsbund (CGB). Von den etwa 190 Mitarbeitern in Radeberg sind zurzeit allerdings rund 110 Mitarbeiter bei Ver.di organisiert. Die Grundgehälter von DHV-Vertrag und DRK-Reformtarifvertrag unterscheiden sich nach Angaben der Streikenden erheblich. Rettungsassistenten in Baden-Württemberg mit 10-jähriger Berufserfahrung würden bis zu 900 Euro mehr als in Radeberg erhalten. Mit dem DHV-Tarifvertrag seien der Samstagszuschlag, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie die Wechselschichtzulage abgeschafft worden. Selbst die von der DHV in der letzten Woche beschlossene Lohnerhöhung um 10,3% für die nächsten drei Jahre sei kaum höher als der Inflationsausgleich. Der Arbeitgeber hat inzwischen wohl Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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