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„Tango 2“ feiert Premiere in Donauwörth

01.08.2014, 12:03 Uhr

Bei der Übergabe (vl.n.r.): J. Haslberger und F. Ahollinger (Piloten der DRF Luftrettung), M. Merk (Programmleiter EC145), Dr. H. J. Eyrich (Vorstand DRF Luftrettung), Dr. W. Schoder (CEO Airbus Helicopters Deutschland), S. Lutz (Vorstand DRF Luftrettung) und T. Hein (Vice President Customer Relations and Sales Europe, Airbus Helicopters).

Fotos: Airbus Helicopters

DRF Luftrettung übernimmt erste EC145 T2

Im Werk Donauwörth von Airbus Helicopters ist der weltweit erste Hubschrauber des Typs EC145 T2 ausgeliefert worden. Empfänger der verbesserten EC145-Version ist die DRF Luftrettung, die insgesamt 20 Maschinen dieses Typs bestellt hat. Sie wird damit nach und nach ihre Hubschrauber vom Typ BK117 und Bell 412 ersetzen. Die Indienststellung der EC145 T2 steht für einen Generationenwechsel in der Flotte der DRF Luftrettung. So verfügt das Cockpit der T2 über ein völlig neu entwickeltes Avionik-System mit Vier-Achsen-Autopilot, eine verbesserte satellitengestützte Navigation und das Kollisionswarngerät FLARM. Alle Systeme zusammen tragen entscheidend zur Entlastung des Piloten bei. Daneben wurde die EC 145 T 2 mit leistungsstärkeren und leiseren Triebwerken ausgerüstet.

Im Vergleich zum Vorgängermodell, der EC145, handelt es sich bei der T2 um eine erheblich vergrößerte Version. Das dadurch vergrößerte Platzangebot im Inneren der Maschine macht die „Tango 2“ besonders geeignet für die Luftrettung. Wie Steffen Lutz, Vorstand der DRF Luftrettung, bei der Übergabe erklärte, rechnet seine Organisation in den nächsten Jahren mit einer deutlichen Zunahme der Transporte von Patienten in sehr kritischem Zustand und von Nachteinsätzen. Von daher sei der neue Hubschrauber das „Luftrettungsmittel der Wahl“. Zudem erfülle die Maschine alle Regularien der europäischen Luftfahrtbehörde EASA.

Bevor die erste EC145 T2 als neuer „Christoph München“ in Dienst geht, wird sie in der Werft der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden ausgerüstet. Die T2-Projektpartner auf dem medizinischen Sektor, die schweizerische Bucher Leichtbau AG, die ADAC Luftrettung und die DRF Luftrettung, haben dazu ein neuartiges Innenraumkonzept geschaffen, das hier erstmals zur Anwendung kommt. Beim Einbau der medizinischen Geräte, der Ausstattung der Trage sowie der Anordnung der Sitzplätze für die medizinische Crew standen ergonomische und funktionale Aspekte im Vordergrund, die zugleich der Patientensicherheit zugutekommen. „Erstmals wird jedes Teil der Ausrüstung seinen von vornherein bestimmten Platz haben“, erklärte Stefan Neppl vom Fachbereich Medizin der DRF Luftrettung das dahinter stehende Konzept. Insgesamt liegen für den Rettungshubschrauber der neuesten Generation 85 Bestellungen von Luftrettern aus ganz Europa vor. (POG)

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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