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Thüringer Feuerwehr-Spezialeinheit erhält Minidrohne

14.01.2009, 09:49 Uhr

Fotos: Ascending Technologies

Ascending Technologies gewinnt Ausschreibung

Die Feuerwehr in Thüringen bekommt Unterstützung aus der Luft. Die in Marlishausen (Gemeinde Wipfratal/Ilm-Kreis) stationierte Feuerwehr Facheinheit Rettungshunde/Ortungstechnik Thüringen (RHOT) wird mit einer so genannten Minidrohne vom Typ „AscTec-Falcon 12“ ausgerüstet. Die Drohne soll in einem bundesweit bislang einmaligen Projekt zur Suche von vermissten und verschütteten Menschen eingesetzt werden. Ziel ist es, entsprechende Einsätze effizienter zu gestalten, um noch schneller Hilfe leisten zu können. Pro Jahr wird die Spezialeinheit zu rund 40 entsprechenden Einsätzen gerufen. Auch der Einsatz der Drohne bei der Begutachtung von Gefahren- und Einsatzstellen ist geplant. Finanziert wird das Projekt zum Großteil durch den Freistaat Thüringen.

Den Auftrag für die Lieferung erhielt die Münchner Ascending Technologies GmbH. Das Unternehmen konnte sich gegen mehrere Wettbewerber durchsetzen und überzeugte durch ein durchdachtes Gesamtsystem, die höchste Windstabilität und die umfangreichsten Funktionen. Die Drohne fliegt funkferngesteuert, kann bis zu 1,5 kg tragen und ist mit einer hochauflösenden Tageslicht- und einer Wärmebildkamera ausgerüstet. Die Bilder werden per Funk direkt zur Bodenstation übermittelt und können dort ausgewertet werden. Ein besonderes Merkmal der Drohne ist das so genannte Oktokoptersystem. Die Drohne verfügt über acht Rotoren und bietet somit ein hohes Maß an Sicherheit. Sollte ein Rotor ausfallen, ist die Drohne weiterhin flugfähig und stürzt nicht ab.

Ab Mitte Februar 2009 wird die Drohne in Thüringen im Übungseinsatz ihre Leistungsfähigkeit und Praxistauglichkeit unter Beweis stellen. Im Frühjahr soll sie dann bei der Thüringer Feuerwehr in den Regelbetrieb gehen. Die Erfahrungen der Facheinheit RHOT werden in den nächsten Jahren in ein gemeinsames Projekt mit der Firma Ascending Technologies GmbH und der Technischen Universität Chemnitz einfließen. Ziel ist es, die Praxistauglichkeit der Drohne für den Einsatz in der Allgemeinen Hilfe und im Katastrophenschutz noch weiter zu verbessern.

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