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Trennung von Rettungsdienst und Krankentransport

11.01.2013, 10:12 Uhr

Foto: ÖBS

ÖBS fordert Neuausrichtung der Notfallrettung in Österreich

Am 20. Januar 2013 findet in Österreich eine Volksbefragung über die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht bzw. die Schaffung eines Berufsheeres statt. Die Bevölkerung kann dann darüber entscheiden, ob sie für die Einführung eines Berufsheeres und eines bezahlten freiwilligen Sozialjahres ist oder für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht und des Zivildienstes. Der Österreichische Berufsverband für SanitäterInnen (ÖBS) nahm dies zum Anlass, die Professionalisierung des Rettungsdienstes zu fordern.

Nach wie vor sei es in vielen Teilen Österreichs noch immer üblich, Zivildiener mit der Mindestausbildung in der Notfallrettung einzusetzen. Ob dies aber den Bedürfnissen von Notfallpatienten entspreche sei ebenso fraglich wie der Einsatz von Probeführerscheinbesitzern auf Rettungsdienst- und Krankentransportfahrzeugen. „Wir sollten nun die Gunst der Stunde nutzen, endlich den qualifizierten Krankentransport von der Notfallrettung organisatorisch, ausbildungsmäßig und finanziell zu trennen“, so Siegfried Weinert, Präsident des ÖBS. „Dies kann nur eine massive Qualitätsverbesserung in der Versorgung von Notfallpatienten bringen!“ Ziel für ein mitteleuropäisches Land sollte sein, dass bei Notfällen Rettungsfachpersonal und Notärzte zum Einsatz kommen, nicht Mitarbeiter mit erweiterter Erste-Hilfe-Ausbildung, mit einem mehr als 20 Jahre zurückliegenden, wenige Tage dauernden Kurs und minimaler Fortbildung oder der alleinverantwortliche Einsatz zweier Zivildiener. Deshalb müsse jetzt eine Neuausrichtung der Notfallrettung erfolgen.

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