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Trier: Klinik-Evakuierung verlief reibungslos

26.03.2007, 14:51 Uhr

Foto: BF Trier

Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienstorganisationen

Am gestrigen Sonntag wurde in der Trierer Innenstadt ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vom Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz entschärft. Die Fünf-Zentner-Bombe war am vergangenen Donnerstag bei Arbeiten entdeckt worden. Wegen der Bombenentschärfung mussten nicht nur mehrere tausend Bewohner ihre Wohnungen in der Trierer Innenstadt verlassen, es stand auch die vollständige Evakuierung eines Krankenhauses und der angrenzenden Alten- und Pflegeheime an. Lagen Mitte der Woche noch 650 Patienten auf den 40 Stationen des Mutterhauses, so reduzierte sich die Zahl der zu evakuierenden Patienten durch vorzeitige Entlassungen und einen Aufnahmestopp bis Sonntag früh auf rund 120, darunter 10 intensivpflichtige Patienten. Sie wurden in andere Krankenhäuser in Trier, Bitburg, Hermeskeil, Saarburg und Wittlich gebracht. Bereits am Freitag wurden die kleinen Patienten der Kinder- und Frühgeborenen-Abteilungen verlegt. Hierfür wurden u.a. drei Baby-Notarztwagen eingesetzt.

Die generalstabsmäßig geplante Evakuierung wurde vom Krisenstab koordiniert, der bei der Trierer Feuerwehr eingerichtet wurde. Als Rettungsmittelhalteplatz diente der Innenhof der Jägerkaserne. Für den reibungslosen Ablauf am Sonntagmorgen sorgten rund 630 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, MHD, Bundeswehr, THW, Mutterhaus, Polizei, Stadtwerke und verschiedenen städtischen Ämtern. Zum Einsatz kamen 21 RTW, 28 KTW, 15 KTW-4 (darunter vier der Bundeswehr), 4 Behindertenfahrdienst-Transporter, 26 MTW und der Trierer ITW sowie die beiden GRTW aus Koblenz und Ludwigshafen. „Die Rückführung der Patienten konnte am späten Sonntagnachmittag erfolgreich abgeschlossen werden“, sagte der Leiter der Feuerwehr Trier, Herbert Albers-Hain, gegenüber RETTUNGSDIENST. (FRI)

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