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TV-Tipp: „Rennen gegen die Zeit“

05.10.2010, 14:14 Uhr

Foto: H. Scholl

Wenn Rettungsdienste zu spät kommen

Wenn ein Notruf in der Rettungsleitstelle eintrifft, muss es sehr schnell gehen. In vielen Fällen geht es um Minuten, manchmal sogar Sekunden, die über Leben oder Tod entscheiden. Doch die Retter kommen oft später, als es die gesetzlich festgelegte Hilfsfrist verlangt. Dies wird ein Thema der heutigen Sendung von „Frontal 21“ um 21.00 Uhr auf dem ZDF sein.

Die Länder haben sich verpflichtet, dass Rettungswagen innerhalb weniger Minuten bei Notfallpatienten eintreffen müssen. Die Hilfsfristen reichen in den 16 Bundesländern von acht bis 20 Minuten. Doch kaum ein Bundesland hält sich an die gesetzlichen Hilfsfristen. So schreibt das saarländische Rettungsdienstgesetz vor, dass vom Eingang einer Notfallmeldung in der Rettungsleitstelle bis zum Eintreffen des Rettungswagens beim Patienten nicht mehr als 12 Minuten vergehen dürfen. Doch jeder sechste Rettungswagen kommt im Saarland zu spät. In Mecklenburg-Vorpommern braucht jeder fünfte Rettungseinsatz länger, als das Gesetz es erlaubt. Das ZDF schildert einen Fall in Sachsen-Anhalt bei dem es 26 Minuten dauerte bis der Rettungswagen kam – der Notarzt brauchte 32 Minuten. Zustände, die der Rettungsarzt Professor Peter Sefrin von der Uniklinik Würzburg für nicht hinnehmbar hält: „Der Gesetzgeber ist verantwortlich, hier Abhilfe zu schaffen.“ Sefrin argumentiert, eine Reanimation sei aussichtslos, wenn Rettungsmittel derart spät einträfen.

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