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Unter 26-Jährige am meisten gefährdet bei Arbeitsunfällen

22.07.2004, 13:29 Uhr

Forderung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW): Arbeitsschutz in Ausbildung und Einarbeitung muss deutlicher zum Thema werden

Im letzten Jahr verunglückten unter allen Versicherten der BGW (fünf Millionen Arbeitnehmer aus dem Gesundheitswesen, aus Sozialberufen und dem Friseurhandwerk) 55.503 junge Berufstätige im Alter zwischen 16 und 25 Jahren bei einem Arbeitsunfall. Dies entspricht einem Anteil von 27,5 % an allen Arbeitsunfallopfern bei der BGW. Bedenkt man allerdings, dass diese Altersgruppe nur 12% der Gesamtbevölkerung ausmacht, erscheint diese Zahl alarmierend.

Faktoren wie risikofreudiges Verhalten der jungen Leute sowie eine Unterschätzung der Gefahren am Arbeitsplatz, verbunden mit Stress und mangelnder Erfahrung, können schnell zu einem Arbeitsunfall führen, so Jörg Schmengler von den Präventionsdiensten der BGW. Die BGW fordert deshalb eine Eingliederung von Arbeits- und Gesundheitsschutz in die Ausbildungs- und Einarbeitungsinhalte, wodurch sich immense Kosten und vor allen Dingen Leid und Schmerzen der Unfallopfer vermeiden ließen.

Auch bei den 36-45-Jährigen ist die Unfallzahl hoch (25 % aller Meldungen), was jedoch vor allem damit zu begründen ist, dass dies die mit 30,5% weitaus stärkste Altersgruppe ist. Insofern sind die 36-45-Jährigen sowie die noch älteren Arbeitnehmer sogar unterdurchschnittlich in Arbeitsunfälle verwickelt, was sich durch ihre Erfahrung erklären lässt, die sie zu einem Vorbild für jüngere Arbeitnehmer im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz macht – eine Chance, die jeder Arbeitgeber nutzen sollte.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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