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USA: AEDs künftig ohne Rezept?

05.08.2004, 16:12 Uhr

Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) wird in den nächsten Wochen darüber entscheiden, ob in den USA AEDs künftig ohne Verschreibung verkauft werden dürfen und damit besser für den Hausgebrauch einsatzbereit sind. Denn wie die „Resuscitation“ in der August-2003-Ausgabe berichtete, ist die Überlebensrate immer noch zwischen 30 und 50% niedriger, wenn der kardiologische Notfall zu Hause ereignet.

Zurzeit wird der Vorschlag noch kontrovers diskutiert, wie auch Artikel im „JEMS“ beweisen (siehe Link). Kritiker verweisen auf die angeblich immer noch hohe Fehlerquote der Geräte. Befürworter führen die hohen Überlebensraten bei Verwendung öffentlich platzierter AEDs an und sagen, dass diejenigen, die sich die Anschaffung eines solchen Gerätes leisten können, auch das Recht dazu hätten. Der Hersteller des Hearstart Home, Philips, verweist zusätzlich darauf, dass ungefähr 70% aller Anträge von Privatpersonen bei ihren Ärzten, ein solches Gerät zu verschreiben, abgelehnt werden würden. Stattdessen würden die Mediziner darauf verweisen, dass es ihren Patienten besser gehen würde, wenn sie mehr Sport treiben oder abnehmen würden.

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