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Ver.di kündigt Tarifvertrag mit Falck

29.07.2021, 11:50 Uhr

Foto: Falck

Unternehmen lehnt finanzielle Forderungen ab


Die Ver.di-Tarifkommission hat nach einer Beschäftigtenbefragung die Kündigung des Tarifvertrages mit dem Unternehmen Promedica/Falck zum 31. Dezember 2021 beschlossen. Dafür hätten sich 91% der Befragten ausgesprochen. Gefordert wird von der Gewerkschaft jetzt eine Reduzierung der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit auf 39 Stunden sowie der durchschnittlichen Wochenhöchstarbeitszeit auf 44 Stunden, eine Erhöhung des Überstundenzuschlags auf 30%, des Zeitzuschlags für Arbeit am 24. und 31. Dezember ab 6.00 Uhr auf 35%, des Zeitzuschlags für Nachtarbeit auf 20% und die Einführung eines Zeitzuschlags für Arbeit an Samstagen von 13.00 bis 21.00 Uhr in Höhe von 20%. Zudem sollen die Jahressonderzahlung auf 90% erhöht (bisher 50%) sowie 30 Tage Erholungsurlaub ab dem ersten Beschäftigungsjahr sowie bis zu sechs Tage Zusatzurlaub für Dienst zu ungünstigen Zeiten vereinbart werden. Neben der Einführung einer Wechselschichtzulage von 105 Euro und Schichtzulage von 49 Euro und einer Infektionsschutz- und Gefahrenzulage in Höhe von 35% pro Stunde/Schicht sollen nach Vorstellung der Gewerkschaft eine betriebliche Altersversorgung mit Arbeitgeberbeteiligung und die Gesundheitsförderung tarifvertraglich geregelt werden.

Nach Angaben von Ver.di habe man für den Verhandlungsauftakt bereits drei Termine angeboten, die von Promedica/Falck alle als nicht realisierbar abgelehnt wurden. Jetzt habe man sich auf den 29. Oktober 2021 geeinigt, dabei aber vom Unternehmen mitgeteilt bekommen, „dass alle Forderungen, die zusätzliche finanzielle Belastungen vor dem 31. Dezember 2022 zur Folge haben, nicht verhandlungsfähig sind, außer es gibt entsprechende ‚Gegenfinanzierungen‘, z.B. durch Arbeitszeitverlängerungen.“

Stumpf + Kossendey Verlag, 2021
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