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Vertragsunterzeichnung zum Betrieb der Integrierten Leitstelle Koblenz

29.12.2010, 11:07 Uhr

„Quantensprung bei der Technik und beim Schutz“

Wer in wenigen Wochen in der Region rund um Koblenz die 112 wählt, der telefoniert dann mit der Integrierten Leitstelle (ILS) in Koblenz. Gemäß den Vorgaben des Rettungsdienstgesetzes sind in Rheinland-Pfalz insgesamt acht Integrierte Leitstellen für Rettungsdienst, die allgemeine Hilfe sowie den Brand- und Katastrophenschutz einzurichten. In den Städten mit einer Berufsfeuerwehr wird die Integrierte Leistelle in der Trägerschaft der Stadt angesiedelt. Drei Leitstellen stehen in der Trägerschaft des DRK, erklärte Innenstaatssekretär Roger Lewentz bei der Vertragsunterzeichnung am 21. Dezember 2010 zur Einrichtung der ILS in Koblenz. Lewentz sieht in der Einrichtung einen Quantensprung bei der Technik und beim Schutz für die Bevölkerung.

Die Integrierte Leitstelle Koblenz erfüllt die Aufgaben des Rettungsdienstes für die Stadt Koblenz, den Landkreis Mayen-Koblenz, den Landkreis Ahrweiler, den Landkreis Cochem-Zell sowie die Erstalarmierung der Freiwilligen Feuerwehren und Katastrophenschutzeinheiten der beteiligten Landkreise und die Einsatzleitstelle für den Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Koblenz. Das Versorgungsgebiet umfasst dann ca. 2.500 km² mit ca. 515.000 Einwohnern. Dies hob Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig hervor, der die überregionale Zusammenarbeit sehr begrüßt. Er freue sich, dass die Kreistage sowie der Koblenzer Stadtrat „grünes Licht“ für dieses Projekt gegeben haben. Neben der Freude über die neue ILS kommt bei Mayen-Koblenzer Landrat Dr. Alexander Saftig auch ein wenig Abschiedsschmerz auf, denn die Leitstelle für den Rettungsdienst war bisher in Mayen untergebracht. Die laufenden Arbeiten haben aber zu einem guten Ergebnis geführt und er dankte besonders für die gute Integration der Mitarbeiter aus der Mayener Leitstelle.

Mit Schreiben vom 30. Juni 2009 hat Staatsminister Karl Peter Bruch die Stadt Koblenz beauftragt, in Abstimmung mit der zuständigen Rettungsdienstbehörde bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz die Integrierte Leitstelle Koblenz umzusetzen. Zielsetzung war die Inbetriebnahme zum 1. Januar 2011. Der erste Bauabschnitt, der die bauliche Erweiterung des „alten“ Leitstellenraumes der Feuerwehr Koblenz umfasst, ist weitgehend abgeschlossen. Ab Anfang Januar 2011 wird von der Testphase in den „Realbetrieb“ umgeschaltet. Das System kann nun unter reellen Einsatzbedingungen erprobt werden. Unter der Voraussetzung, dass alle Komponenten störungsfrei laufen, kann in der zweiten Januarhälfte die vollständige Inbetriebnahme der Integrierten Leitstelle Koblenz erfolgen. Die bisherige Feuerwehrleitstelle Koblenz und Rettungsleitstelle Mayen stellen den eigenständigen Betrieb ein. Mit der Einrichtung der Integrierten Leitstelle Koblenz erfolgt auch die funktechnische Anbindung der Kreise, die Ertüchtigung zur Einführung des Digitalfunks und die Umstellung auf eine landeseinheitliche Einsatzleitsoftware. Die hierfür aufzuwendenden Mittel liegen bei ca. 1,8 Mio. €. Hinzu kommen etwa 365.000 € für notwendige Umbaumaßnahmen und zur Erfüllung der sicherheitsrelevanten technischen Ausstattung.

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