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Vor 650 Jahren: Wilhelm Tell ertrinkt nach der Lebensrettung eines Kindes

27.07.2004, 08:20 Uhr

Foto: BilderBox

Im Jahr 1354, vor 650 Jahren, ertrank der Schweizer Nationalheld Wilhelm Tell bei der Rettung eines Kindes aus den wilden Fluten des Schächenbaches. Neben den 200 Jahren seit Schillers „Wilhelm Tell“ kennt die Schweiz somit ein weiteres Tell-Jubiläum. Das Urnerland (und somit auch das Schächental) waren von einem schweren Unwetter heimgesucht worden, das furchtbare Verwüstungen anrichtete und Hochwasser des Schächenbaches mit sich brachte. Auf der Rückkehr von der Jagd beobachtete Tell, wie ein Kind in die Fluten eben dieses Baches stürzte und zu ertrinken drohte. Ohne zu zögern sprang Tell ins Wasser und brachte mit beherztem Griff das Kind ans Ufer, wo er es der Mutter übergab.

Die Kraft für seine eigene Rettung allerdings besaß der schon betagte Tell nicht mehr: Er ertrank in den reißenden Fluten des Schächenbaches und wurde zum ersten uns bekannten Wasserretter der Schweiz; ein Granitkreuz mit der Inschrift eines Gedichts von Ludwig Uhland erinnert im Bereich der Schächenbrücke noch heute an Tells Heldentat. Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG), die größte Organisation für Wassersicherheit der Schweiz, wurde erst rund 580 Jahre später, im Jahr 1933, gegründet.

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