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Wasserrettung am Bodensee „voll einsatzbereit“ – Polizei dementiert Mängel

13.08.2004, 08:20 Uhr

Foto: BilderBox

Nach Angaben des Sozialministeriums und der Polizei ist das Wasserrettungssystem auf dem Bodensee sicher. Mit dieser Feststellung reagieren die Behörden auf kritische Äußerungen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), deren Experte Rudi Krafcsik in einer Sendung des Südwest-Fernsehens auf defekte oder altersschwache Boote hingewiesen hatte. Diese Boote könnten wegen mangelnder finanzieller Unterstützung nicht mehr flottgemacht werden und verhinderten dadurch eine ausreichende Präsenz der DLRG auf dem Wasser. Dies hätte sich bereits bei den letzten drei schweren Badeunfällen gezeigt, bei denen die Schiffe dringend erforderlich gewesen wären, so Krafcik.

Im Gegensatz dazu sind das Stuttgarter Sozialministerium und die Wasserschutzpolizei in Friedrichshafen der Meinung, die Wasserrettung auf dem Bodensee sei nicht gefährdet. Auch der DLRG-Vorsitzende des Bezirks Konstanz, der Konstanzer Landtagsabgeordnete Andreas Hoffmann (CDU) ist der Meinung, die DLRG sei voll einsatzbereit.

In Gesprächen zwischen Innen- und Sozialministerium sowie Wasserschutzpolizei und DLRG wurde kürzlich die Frage nach besseren Kooperationsmöglichkeiten bei Notfällen auf dem Bodensee diskutiert. Hierbei ging es um die Bestandsaufnahme der Boote und um die Frage, wie ein vernünftiges Rettungsnetz auszusehen habe. Erich Bauer von der Wasserschutzpolizei in Friedrichshafen machte deutlich, dass die ehrenamtlichen Helfer der DLRG selbstverständlich in ein solches Rettungskonzept eingebunden werden müssten, betonte aber gleichzeitig, dass der größte Teil der Rettung von der Wasserschutzpolizei abgedeckt würde.

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